Einzelhandel zufrieden Deutsche stürzen sich ins Weihnachtsshopping

Der Advent hat die Kauflaune bei deutschen Verbrauchern geweckt: Anders als in den USA zeigen sich die Einzelhändler mit dem Start ins Weihnachtsgeschäft zufrieden. Laut Branchenverband setzten sie mehr um als im vergangenen Jahr, vor allem mit Haushaltswaren, Spielzeug und Lebensmitteln.
Adventshopping in Hannover: Einzelhandel zeigt sich zufrieden

Adventshopping in Hannover: Einzelhandel zeigt sich zufrieden

Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpa

Frankfurt am Main - Das erste Adventswochenende haben viele deutsche Verbraucher mit Weihnachtseinkäufen verbracht: Die Einzelhändler zeigten sich einer Umfrage ihres Branchenverbandes zufolge zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft in der vergangenen Woche - nach einem eher verhaltenen Start im November. "Die Umsätze lagen über dem Vorjahresniveau", sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes HDE, Stefan Genth, am Sonntag. "Insbesondere Haushaltswaren, Spielwaren und Lebensmittel waren gefragt." Auf den Einkaufszetteln hätten vor dem Nikolaustag am Freitag auch kleinere Geschenke und Süßigkeiten gestanden.

Großer Beliebtheit erfreuten sich auch Hightech-Produkte, wie der Branchenverband Bitkom mitteilte. Rund die Hälfte der Anbieter dieser Waren spreche von einer Verbesserung des Geschäftes, was eine deutliche Steigerung zum Vorjahr sei. "Das Weihnachtsgeschäft läuft in diesem Jahr außerordentlich gut an", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Der Boom bei Smartphones und Tablets wird sich auch an Weihnachten fortsetzen." Einer Umfrage des Verbandes zufolge will fast jeder vierte Deutsche zu Weihnachten einen Tablet-PC oder ein Smartphone kaufen.

Der Einzelhandelsverband erwartet für das Weihnachtsshopping im November und Dezember einen Umsatz von fast 81 Milliarden Euro. Das entspreche einem Plus von 1,2 Prozent zum Vorjahr. Richtig brummen dürfte das Geschäft im Internet: Hier rechnet der HDE mit einem um 15 Prozent höheren Umsatz von 8,5 Milliarden Euro.

Im Oktober hatte der deutsche Einzelhandel noch einen überraschenden Umsatzrückgang verzeichnet. Trotz Rekordbeschäftigung, steigender Löhne und guter Kauflaune nahmen die Geschäfte 0,4 Prozent weniger ein als im Vormonat.

In den USA lastet das mäßige Wirtschaftswachstum auf dem Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels. Der Start am sogenannten Black Friday fiel verhalten aus. Zwar gab es einen neuen Rekord bei den Online-Bestellungen, aber das Umsatzplus in den Geschäften blieb deutlich unter den Branchenerwartungen.

Auf die Stimmung der US-Konsumenten drücken gleich mehrere Dinge: Steuererhöhungen, die weiter relativ hohe Arbeitslosigkeit, die vorübergehende Schließung der Verwaltung im Zuge des Haushaltsstreits sowie die Unsicherheit über die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama.

nck/Reuters
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