Lokführerstreik beendet Bahn nimmt wieder kompletten Fahrplanbetrieb auf

Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihren Streik beendet. Nun will die Deutsche Bahn möglichst schnell in den Normalbetrieb zurück. Es gelte wieder »das komplette Fahrplan-Angebot«.
Regionalbahn am Berliner Hauptbahnhof

Regionalbahn am Berliner Hauptbahnhof

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Nach dem zweiten Bahnstreik innerhalb eines Monats soll der Verkehr am Mittwoch weitgehend wieder normal rollen. Im Fern- und Regionalverkehr sowie bei den S-Bahnen werde das volle Fahrplangebot gefahren, teilte die Deutsche Bahn mit. »Der Bahnverkehr ist am Morgen nach Ende des GDL-Streiks weitgehend normal gestartet«, hieß es.

Reisende sollten sich aber über die Fahrplanauskunft im Internet und in der App vorab informieren, ob es eventuell Abweichungen gebe.

Hunderte Mitarbeitende in Leitstellen, Disposition, Werken und beim Bordservice hätten am Dienstag und über Nacht daran gearbeitet, dass etwa 860 Züge im Fern- sowie rund 21.000 Züge im Regional- und S-Bahnverkehr wieder nach dem normalen Fahrplan verkehren können, hieß es in einer Pressemitteilung.

Kulanzregelung für gebuchte Tickets

Alle vom 23. bis einschließlich 25. August bereits gebuchten Fahrkarten des Fernverkehrs für Strecken, die vom GDL-Streik betroffen seien, behalten laut Bahn ihre Gültigkeit und könnten bis einschließlich 4. September flexibel genutzt werden. Bei Spar- und Super-Spar-Preis-Tickets entfällt die Zugbindung. Laut Bahn bleibt die Streik-Hotline 08000-996633 auch am Mittwoch erreichbar.

Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hatte am Mittwoch um 2 Uhr den Ausstand beendet. Er hatte Samstagnachmittag im Güterverkehr und Montagmorgen im Personenverkehr begonnen. Der Bahn zufolge fielen etwa 70 Prozent der Fernverkehrs- und 60 Prozent der Nahverkehrszüge aus. Man habe aber den Ersatzfahrplan stabil fahren können.

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Eine Lösung des Tarifkonflikts ist bislang nicht in Sicht. Die GDL verlangt ein neues, konkretes Tarifangebot vom Staatskonzern. Sollte dies nicht vorgelegt werden, werde man länger und möglicherweise auch an Wochenende streiken, hatte GDL-Chef Claus Weselsky gedroht.

Die Gewerkschaft fordert eine Corona-Prämie von 600 Euro zusätzlich zu einer Lohnerhöhung von 3,2 Prozent. Diese will die Bahn aber nicht sofort, sondern in zwei Schritten zahlen: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zum 1. März 2023, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2024.

mmq/Reuters/dpa/AFP
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