Ende des Online-Ausverkaufs Quelle geht Ende November offline

Ende November ist Schluss: Das insolvente Versandhaus beendet Anfang kommender Woche angesichts der hohen Kosten den Ausverkauf im Internet. Die verbliebenen mehr als zehn Millionen Artikel gibt es dann nur noch in den Filialen.

Quelle-Ausverkauf: Das Internet wird dichtgemacht
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Quelle-Ausverkauf: Das Internet wird dichtgemacht


Essen - Beim insolventen Versandhaus Quelle endet am Montag der Ausverkauf im Internet. Die Quelle-Filialen blieben aber noch bis Mitte Dezember geöffnet, sagte ein Sprecher von Quelle-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Donnerstag. Grund für das Ende des Internetausverkaufs zum 30. November seien die hohen Kosten für die Abwicklung über das Internet.

Ab sofort werden den Kunden im Ausverkauf auch mehrere zehntausend Haushaltsgeräte angeboten, wie der Insolvenzverwalter mitteilte. Die Insolvenzverwaltung habe sich mit den Herstellern auf den Verkauf der Geräte verständigt. In den kommenden Tagen werde die "weiße Ware" in den noch verbliebenen 63 Filialen und über die Quelle-Internetseite verfügbar sein. Die Garantie für die Kunden sei bei den Küchengeräten "gesichert", sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters. Die Garantie übernähmen teils die Hersteller selbst, teils die KarstadtQuelle-Versicherungen.

Seit Beginn des Ausverkaufs am 1. November hätten über eine Million Kunden Waren bei Quelle bestellt, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters. Durchschnittlich würden fünf bis sechs Artikel pro Bestellung geordert. Zu Beginn des Ausverkaufs hatte Quelle 18 Millionen Artikel im Angebot, darunter vor allem Mode, Kleidung, Schmuck, Schuhe und Sportausrüstung. Insofern dürfte rund ein Drittel des Bestands inzwischen verkauft sein.

Weitere Entlassungen ab Dezember

Da sich Quelle auch mit anderen Lieferanten geeinigt habe, kämen jetzt zum Endspurt des Ausverkaufs noch einmal 1,5 Millionen Artikel hinzu, sagte der Sprecher weiter. Die Lieferanten hatten bestellte Ware nicht geliefert, weil ihnen drohte, auf den Quelle-Schulden sitzen zu bleiben.

Die Mitarbeiter von Quelle und der Quelle-Muttergesellschaft Primondo müssten sich ab Dezember auf weitere Entlassungen im Zuge ihrer Abwicklung einstellen, erklärte die Insolvenzverwaltung. Die Mitarbeiterzahl von Quelle verringere sich von 1300 auf 900, für Primondo würden künftig nur noch 3000 statt bisher 4300 Mitarbeiter arbeiten.

Durch den Verkauf anderer Teilgesellschaften von Primondo hätten in den vergangenen Wochen 1200 Jobs gerettet werden können. Weitere 1000 Arbeitsplätze könnten gesichert werden, wenn der Verkauf des technischen Kundendienstes gelinge. Die Gespräche hierzu verliefen "vielversprechend", hieß es.

böl/AFP



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Seite 1
japan10 03.07.2009
1.
Zitat von sysopDie Quelle-Beschäftigten sind verzweifelt: Der Versandhändler wird liquidiert, die Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft. Die Gewerkschaft Ver.di fordert jetzt vom Bund und vom Freistaat Bayern Finanzhilfe für den Pleitekonzern. Wie geht es weiter mit Quelle?
Da hat sich wohl Herr Seehofer weit aus dem Fenster gelehnt. Quelle, wieder ein Beispiel für Größenwahn (Arcandor).
Harald E, 03.07.2009
2.
Zitat von sysopDie Quelle-Beschäftigten sind verzweifelt: Der Versandhändler wird liquidiert, die Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft. Die Gewerkschaft Ver.di fordert jetzt vom Bund und vom Freistaat Bayern Finanzhilfe für den Pleitekonzern. Wie geht es weiter mit Quelle?
Schon blöd, wenn man nicht systemrelevant ist. (Danke Fr. Merkel....hassu gut gesagt....aber die Einschläge kommen näher) Oh.....und es ist noch lang...sooo lang bis zur Wahl.
bedenkenträger2 03.07.2009
3. ...
Wie gehts weiter bei Quelle? Hoffentlich ohne Staatsknete. Staatshilfe für den Handel - was für ein Unsinn! Der Handel hat doch den leichtesten Part im Kapitalismus, er muss keine Dinge herstellen, schafft keine Werte, sondern er selektiert und verhökert. Der Handel ist doch quasi der Zuhälter der Industrie. Systemirrelevanter geht doch gar nicht. Wenn es eine Branche gibt, wo man (zurecht) sagt: "Ihr müsst alleine klarkommen!" dann ist das doch der Handel! Wer im Handel nicht klarkommt, hat versagt, hat nicht flexibel auf neue Konsumgewohnheiten reagiert. Das Arbeitsplätze-Argument darf nicht überall gezogen werden, der Staat ist bereits der größte Arbeitgeber im Land. Außerdem: Der Großteil der bei Quelle erhältichen Produkte ist doch (ich übertreibe mal rethorisch) zu 90 % "Made in China"; also, erst kaufen wir dort die chinesischen Produkte, und dann subventionieren wir auch noch deren Vertriebswege?!
Querspass 03.07.2009
4. Druckerei stoppt Quelle-Katalog
Obwohl ich der Bezirksleiterin der Sammelbesteller vor 9 Jahren und wiederholt mitgeteilt habe, daß 1 Hauptkatalog reicht, kommen halbjährlich SIEBEN FÜR DIE TONNE. Allein mit der Katalogdruckerei ist kein Umsatz zu machen. Und die Onlinepräsenz klemmt dauernd, es macht manchmal keinen Spaß! Außerdem, wer garantiert, daß die Briten (Mutterkonzern) die Staatsknete nicht abziehen? Soviel mir bekannt ist, hat die Plünderung der Konten zur Insolvenz geführt.
Caiman, 03.07.2009
5. Wahrscheinlich gar nicht...
Zitat von sysopDie Quelle-Beschäftigten sind verzweifelt: Der Versandhändler wird liquidiert, die Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft. Die Gewerkschaft Ver.di fordert jetzt vom Bund und vom Freistaat Bayern Finanzhilfe für den Pleitekonzern. Wie geht es weiter mit Quelle?
Wer ist eigentlich auf die grandiose Idee gekommen, mit 50 Mios einen Katalog auf Pump zu finanzieren, aus dem niemand mehr was bestellt, weil er nicht weiss, ob er überhaupt Ware erhält? Ach ja, das war der andere Horst "WER?"...
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