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Gebäudesanierung Bundesamt kann Flut von Förderanträgen nicht bearbeiten

Das neue Förderprogramm der Regierung für die Sanierung von Häusern ist so erfolgreich, dass die Bearbeitung der Anträge stockt. Neue Mitarbeiter sollen Abhilfe schaffen.
aus DER SPIEGEL 26/2021
Handwerker bei Montage einer Solaranlage

Handwerker bei Montage einer Solaranlage

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Jochen Tack / imago images

Um die neuen, noch schärferen Ziele des Klimaschutzgesetzes zu erreichen, muss der Energieverbrauch der Gebäude in Deutschland drastisch gesenkt werden. Das bezieht sich sowohl auf Neubauten als auch auf die Sanierung des Bestands. Derzeit beträgt die Sanierungsrate nur rund ein Prozent pro Jahr – was bedeutet, dass es noch hundert Jahre dauern würde, bis alle Häuser im Land energetisch renoviert sind.

Um das Tempo zu erhöhen, hat die Bundesregierung deshalb seit Anfang des Jahres ein Programm mit dem Namen »Bundesförderung für effiziente Gebäude« aufgelegt. Doch das wird so stark nachgefragt, dass die Anträge nur mit längerer Wartezeit bearbeitet werden. Bis Ende Mai beantragten fast 122.000 Bauwillige Zuschüsse für die energetische Ausstattung von Neubauten oder die Sanierung von bestehenden Gebäuden, etwa durch Dämmung oder neue Heizungen. Im Vorjahr waren es bis Ende Mai nur knapp 90 000. Bislang bewilligte das verantwortliche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im laufenden Jahr 2,26 Milliarden Euro Fördergeld – dreimal so viel wie im Vorjahr.

Antragsteller beschweren sich allerdings über lange Bearbeitungszeiten. Mitarbeiter seien kaum erreichbar, man verbringe lange Zeit in der Hotline und erreiche am Ende keinen Sachbearbeiter. Solange aber keine Bewilligung vorliege, könnten die Bauarbeiten nicht beginnen. Das Bafa, das dem Bundeswirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) unterstellt ist, gibt die durchschnittliche Bearbeitungsdauer mit vier Wochen an, in den nächsten Wochen soll das Personal aufgestockt werden. Auch sollen den Antragstellern auf der Website der Bafa häufig gestellte Fragen beantwortet werden, damit Anrufe bei der Behörde gar nicht notwendig sind.

Aus: DER SPIEGEL 26/2021

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Das Förderprogramm ist ein wichtiger Baustein in der Klimaschutzstrategie der Bundesregierung. Am Donnerstag hatte der Bundestag das Klimaschutzgesetz beschlossen. Demnach sollen die CO2-Emissionen in Deutschland bis zum Jahre 2030 um 65 Prozent zurückgehen, im Jahre 2045 soll das Land klimaneutral sein. Das erfordert neben dem Gebäudebereich auch in der Industrie, im Verkehr, der Energieerzeugung und in der Landwirtschaft enorme Anstrengungen. Parallel hat sich die GroKo auch auf ein Sofortprogramm für Klimaschutz verständigt. Darin werden die Finanzmittel für die Gebäudesanierung noch einmal um mehr als zwei Milliarden Euro aufgestockt.

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