Abgeschaffte Gasumlage Verbraucherschützer raten zum Ablesen der Zählerstände von Strom und Gas

Die Gasumlage kommt doch nicht, die Mehrwertsteuer bei Gas wird gesenkt – aber viele Abschläge wurden von Vermietern und Versorgern schon wegen der Energiekrise erhöht. Was Verbraucher jetzt beachten müssen.
Stromzähler in Privathaushalt: Sicherheitshalber sollten Verbraucher jetzt die Zählerstände notieren

Stromzähler in Privathaushalt: Sicherheitshalber sollten Verbraucher jetzt die Zählerstände notieren

Foto: Patrick Pleul / dpa

Das Bundeskabinett hat die umstrittene Gasumlage offiziell abgeschafft. Die Umlage von 2,4 Cent pro Kilowattstunde für alle Gaskunden sollte eigentlich zum 1. Oktober greifen, am Freitag wurde sie aber »in Gänze außer Kraft gesetzt«.

Zudem hat der Bundestag am Freitag beschlossen, dass der Steuersatz für Erdgas und Fernwärme von Oktober bis März 2024 von 19 auf 7 Prozent gesenkt wird. Viele der wegen der Energiekrise erhöhten Abschlagszahlungen an Vermieter und Versorger seien damit nun wahrscheinlich zu hoch, meinen Verbraucherschützer.

Udo Sieverding, Energieexperte bei der Verbraucherzentrale in NRW, rät, jetzt die Zählerstände bei Strom und Gas zu notieren, um gegebenenfalls überhöhte Zahlungen zurückfordern zu können. Ansonsten solle man aber Geduld haben und die entsprechenden Schreiben von den Versorgern abwarten, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

»Kundinnen und Kunden, die von ihren Energieversorgern Preisanpassungsschreiben erhalten haben, müssen nicht aktiv werden«, sagte auch Kerstin Andreae, Chefin des Energiedachverbands BDEW, dem RND. Die wegen der Umlage erhöhten Abschläge würden in der Jahresrechnung mit den tatsächlichen Kosten verrechnet, die Gasbeschaffungsumlage tauche nicht auf der Jahresrechnung auf und werde auch nicht berechnet. »Keine Gaskundin und kein Gaskunde wird die Gasbeschaffungsumlage zahlen müssen, auch nicht, wenn sie im aktuell zu zahlenden Abschlag enthalten ist.«

vet/AFP
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