Neue Regeln EU will Verbraucher beim Onlineshopping besser schützen

Beim Einkauf im Internet lauert stets die Gefahr, Betrügern aufzusitzen. Das EU-Parlament will dem stärker Einhalt gebieten. Neue Regeln geben den Mitgliedsländern mehr Befugnisse, Verbraucher zu warnen.
Flaggen vor dem EU-Parlament Strassburg

Flaggen vor dem EU-Parlament Strassburg

Foto: VINCENT KESSLER/ REUTERS

Verbraucher sollen in der EU künftig besser vor Betrug beim Einkauf im Internet geschützt werden. Dafür bekommen die nationalen Behörden bessere Möglichkeiten, um Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze aufzudecken. Das EU-Parlament stimmte mit breiter Mehrheit in Straßburg für entsprechende Regeln. Die Mitgliedstaaten müssen nun noch ihr Einverständnis geben, informell haben sie dies aber bereits getan.

Nationale Verbraucherschutzbehörden erhalten damit mehr Befugnisse - etwa anonyme Testkäufe oder die Anzeige einer ausdrücklichen Warnung vor einer rechtswidrigen Praxis. Dies können hinter günstigen Lockangeboten versteckte, langfristige Abonnements sein oder Preise abhängig vom Heimatland des Verbrauchers.

Über ein Warnsystem sollen sich die EU-Länder künftig gegenseitig auf Firmen hinweisen, die im Verdacht stehen, Verbraucher zu täuschen oder zu betrügen. Die nationalen Behörden sollen sich untereinander auch bei Ermittlungen helfen, um zu klären, ob tatsächlich Verstöße vorliegen, ob sie weit verbreitet sind oder die gesamte EU betreffen.

kig/dpa
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