Tourismus Flugbuchungen könnten schon Ostern Vorkrisenniveau erreichen

Die Pandemie hat die Luftfahrtbranche hart getroffen – doch jetzt erholt sie sich. Laut Lufthansa sollen schon an Ostern Buchungszahlen wie vor der Pandemie erreicht werden. Allerdings dürften auch die Preise steigen.
Passagiere am Frankfurter Flughafen (2021)

Passagiere am Frankfurter Flughafen (2021)

Foto: Boris Roessler / dpa

Die Lufthansa hat eine kräftige Erholung der Flugnachfrage zur ersten Reisewelle des Jahres an Ostern ausgemacht. »Die Oster-Buchungen liegen über dem Vorkrisenniveau«, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Jahresversammlung des Branchenverbandes Airlines for Europe (A4E). Die Lufthansa bringe alle verfügbaren Flugzeuge an den Start. Im Sommer sei die Entwicklung bei den Reisezielen, die nicht mehr so wie China abgeschottet sind, ähnlich.

Am größten deutschen Flughafen Frankfurt erwartet die Lufthansa-Gruppe am ersten Ferienwochenende direkt vor den Feiertagen mehr als 225.000 Passagiere bei mehr als 1500 Abflügen. Die Airline habe sich mit mehr Schaltern zum Einchecken und mehr Personaleinsatz umfassend vorbereitet. Dennoch sei mit längeren Wartezeiten bei den Kontrollen am Flughafen zu rechnen, sodass der Frankfurter Flughafen empfehle, mindestens zweieinhalb Stunden vor Abflug dort zu sein.

Fraport erklärte, das Verkehrsaufkommen werde in den Osterferien mit rund 1100 Abflügen am Tag in Frankfurt deutlich erhöht sein. Der Airport habe noch nicht wieder genug Personal gefunden. Daher seien die Aufkommensspitzen spät vormittags und früh nachmittags eine große Herausforderung für den Flughafenbetrieb.

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Ticketpreise dürften höher sein als vor der Pandemie

Unterdessen rechnet Ryanair-Chef Michael O'Leary damit, dass Fliegen im Sommer wieder teurer sein könnte als vor Ausbruch der Coronapandemie. »Ich denke, die Preise werden gleich hoch oder höher sein als vor Covid«, sagte er auf der Konferenz. Nach Aussage von Lufthansa-Chef Spohr haben derzeit nicht nur hohe Preise für Kraftstoff, sondern auch die Inflation Auswirkungen auf Luftfahrtunternehmen. Allerdings sei in den vergangenen Jahrzehnten nichts so viel günstiger geworden wie Flugtickets in Europa. »Fliegen wird weiterhin sehr erschwinglich sein im Vergleich zu anderen Produkten«, sagte Spohr.

O'Leary sprach sich dafür aus, Teile der verschärften Klimaziele der EU, das sogenannte Fit for 55-Paket der Europäischen Kommission, zu verzögern. Die darin vorgeschlagenen Gesetze sollen den EU-Ländern dabei helfen, CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. Er glaube nicht, dass es sich seine Kunden leisten könnten, in einer Zeit, in der der Ölpreis bei 120 Dollar pro Barrel liege, deutlich höhere Umweltsteuern für Flüge zu zahlen.

hej/Reuters/dpa
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