Foodwatch kritisiert Edeka Haferflocken als Porridge verkauft - dreimal teurer

Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Edeka Täuschung bei zwei augenscheinlich gleichen Produkten zur Herstellung von Haferbrei vor. Die Supermarktkette weist das zurück - das teurere Produkt sei quellfähiger.

Eingang zu einer Edeka-Filiale in Berlin
DPA

Eingang zu einer Edeka-Filiale in Berlin


Der Inhalt ist wohl der gleiche, aber in der einen Packung ist er dreimal so teuer: Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat Edeka via Twitter für die Deklarierung und den Preis von zwei Haferflocken-Verpackungen kritisiert und dem Supermarkt vorgeworfen, seine Kunden zu täuschen.

Foodwatch schreibt in seinem Tweet: "Einmal verkauft ihr Haferflocken als 'Haferflocken'", das andere Mal als "Porridge". "Dabei sind die Flocken die gleichen: fein geschnitten und mit exakt den gleichen Nährwerten."

Der Inhalt beider Produkte kann mit Milch oder Wasser aufgekocht und so zu Haferbrei - auch Porridge genannt - werden.

Beide Produkte werden unter der Eigenmarke "Gut und Günstig" verkauft. 500 Gramm "extrazarte" Haferflocken können Kunden laut Foodwatch für 49 Cent kaufen. Für 99 Cent erhalten sie demnach ebenfalls Haferflocken - aber in einer größeren Verpackung mit weniger Inhalt. In der Packung, die als Porridge verkauft werde, seien nur 350 Gramm enthalten. Laut Foodwatch zahlt der Kunde für ein identisches Produkt in einer anderen Packung also den dreifachen Preis.

Edeka weist den Vorwurf von Foodwatch zurück. Der Preis hänge vom Aufwand der Verarbeitung ab. Die Haferflocken des teureren Produkts seien besonders quellfähig, sodass der Verbraucher sie bereits nach fünf Minuten verzehren könne. Klassische Haferflocken müssten für dieselbe Konsistenz langsamer geköchelt werden.

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