Chef von Galeria Karstadt Kaufhof »Wir werden so viele Rabattaktionen sehen wie nie zuvor«

Die Lager vieler Modeketten sind wegen des Lockdowns voll. Der Chef des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof glaubt deshalb, dass es zu Rabattschlachten kommt, wenn die Läden wieder aufmachen.
Geschlossene Kaufhof-Filiale in Berlin: Der Lockdown setzt dem Konzern schwer zu

Geschlossene Kaufhof-Filiale in Berlin: Der Lockdown setzt dem Konzern schwer zu

Foto: MICHELE TANTUSSI/ REUTERS

Der Chef des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof, Miguel Müllenbach, erwartet nach dem Ende des Corona-Lockdowns große Rabattaktionen im Modehandel.

»Aktuell herrscht ein großer Warendruck, gerade bei Textilien«, sagte Müllenbach der »Bild«-Zeitung. Die Lager seien übervoll. »Bei Kleidung werden wir so viele Rabattaktionen sehen wie nie zuvor.«

Braucht Karstadt mehr Staatsgeld?

Unterdessen braucht die letzte große deutsche Warenhauskette möglicherweise weitere staatliche Hilfe, um überleben zu können. »Das kann ich nicht ausschließen«, sagte Müllenbach. »Hält der Lockdown an, werden wir weitere finanzielle Mittel benötigen.«

Müllenbach sagte, ohne Hilfe des Eigners Signa »würde es längst keine Warenhäuser mehr geben – und die rund 20.000 Arbeitsplätze auch nicht«. Galeria Karstadt Kaufhof hatte Anfang des Jahres vom staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ein Darlehen von bis zu 460 Millionen Euro erhalten.

In welcher Höhe Galeria Karstadt Kaufhof eventuell weitere Hilfe benötigen werde, sagte Müllenbach nicht. Alles hänge von den nächsten Wochen ab. Auf die Frage, ob das Unternehmen pro Monat rund 100 Millionen Euro verbrenne, sagte Müllenbach: »Ich will das nicht kommentieren, aber die Größenordnung ist nicht falsch.«

hej/dpa-AFX
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.