"Finanztest"-Untersuchung Mit diesen Konten und Depots können Sie für Ihre Kinder sparen

Wie können Eltern am besten Geld für ihren Nachwuchs zurücklegen? Die Zeitschrift "Finanztest" hat untersucht, welche Anlagen es gibt - und was sie kosten.

Welche Anlageform ist für Kinder die beste?
Guido Mieth / Getty Images

Welche Anlageform ist für Kinder die beste?


Eigene Kinder sind keine gute Geldanlage. Mit zunehmendem Alter des Nachwuchses steigen die Lebenshaltungskosten und die Ansprüche, vor allem die Ausbildung geht richtig ins Geld.

Deshalb ist es sinnvoll, von Anfang an für die eigenen Kinder vorzusorgen. Aber welche Anlageform ist die beste? Und gibt es für Kinder die gleichen Angebote wie für Erwachsene?

Die Zeitschrift "Finanztest" der Stiftung Warentest ist diesen Fragen nachgegangen und hat Angebote der Banken untersucht. Das Ergebnis: Eltern, die für eine längere Zeit für ihre Kinder sparen wollen, sollten auf Aktienfonds setzen. Um die Schwankungen überschaubar zu halten, eignen sich ETF. Das sind börsengehandelte Fonds, die einen breit gestreuten Aktienindex abbilden. ETF sind kostengünstig und pflegeleicht. Der Sparplan sollte mindestens zehn Jahre laufen, um die unvermeidlichen Kursschwankungen aussitzen zu können (mehr dazu lesen Sie hier).

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Wer monatlich zum Beispiel 18 Jahre lang fünfzig Euro einzahlt, kommt bei einer Rendite von fünf Prozent auf eine Sparsumme von 17.336 Euro. Geld, das das erwachsene Kind dann zum Beispiel für den Führerschein oder das Studium verwenden kann.

Insgesamt gibt es laut "Finanztest" 18 Wertpapierdepots speziell für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Die Depotführung selbst ist überall kostenlos, allerdings kostet die Ausführung der Sparpläne Geld. Der Untersuchung zufolge gibt es zwölf Angebote, die bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro weniger als 12 Euro pro Jahr kosten. Dazu zählen die Angebote vieler Onlinedepots, aber auch das der Postbank. Deutlich teurer sind dagegen die Produkte von 1822 direkt und der Commerzbank, die bei solchen Sparraten mehr als 30 Euro pro Jahr verlangen (Die vollständigen Testergebnisse finden Sie hier).

Die günstigsten Wertpapierdepots für Kinder und Jugendliche

Anbieter Depot Gesamtkosten pro Jahr* (in Euro)
Comdirect JuniorDepot 9,00
Consorsbank Junior-Depot 9,00
Deutsche Bank Maxblue Maxblue Depot 7,50
DWS DWS Depot Classic 0,00
Finvesto Finvesto Depot U18 1,20
Augsburger Aktienbank Sparplandepot Junior 1,20
Ebase Depot 4Kids 1,20
FIL Fondsbank FFB FondsdepotJunior 2,70

* Bei einer Sparrate von 50 Euro monatlich

Quelle: Stiftung Warentest

Geld, das auf einem Konto oder einem Depot liegt, welches auf den Namen des Kindes lautet, gehört dem Kind. Eltern können es sich nicht mehr einfach zurückholen. Sobald die Kinder volljährig werden, können sie mit dem Geld machen, was sie wollen.

Wer auf eigenen Namen sparen will, vermeidet zwar, ein weiteres Konto zu eröffnen, muss aber auch die Kapitaleinkünfte selbst versteuern. "Erträge auf Kinderkonten hingegen bleiben bis zu 10.005 Euro steuerfrei, wenn das Kind keine weiteren Einkünfte hat", schreibt "Finanztest".

Wer jegliches Risiko meiden will oder weniger als zehn Jahre sparen will, sollte für seine Kinder auf Festgeld oder auf Girokonten setzen, die kleine Sparbeträge verzinsen.

Kostenlose bundesweite Girokonten für Kinder und Jugendliche

Anbieter Guthabenzins (Prozent) ...bis Anlagebetrag (in Euro) Maximaler Zinsertrag aus Guthabenzins pro Jahr (in Euro)
Baden-Württembergische Bank 0,50 5000 25,00
BBBank 1,00 1000 10,00
Sparkasse Leipzig 1,00 1000 10,00
VR Bank Niederbayern-Oberpfalz 1,50 1000 15,00

Quelle: Stiftung Warentest

Solche Konten gibt es bei vielen Sparkassen und Volksbanken, einige Angebote sind überregional (siehe Tabelle). Die Förde Sparkasse, die Sparkassen in Berlin und Hamburg sowie die Volksbank Dresden-Bautzen bieten auf das Guthaben drei Prozent Zinsen pro Jahr - allerdings nur bis zu einem Betrag von höchstens 500 beziehungsweise 1000 Euro. Das sind Zinssätze, von denen erwachsene Anleger nur träumen können.

hej

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insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
herbert 17.09.2019
1. wenn ich die Millionen Alleinerziehenden Mütter und Väter sehe
in Deutschland, die kommen kaum über die Runden und haben garantiert kein Geld zum Anlegen oder sparen.
Bolligru 17.09.2019
2. Wer Schwankungen überschaubar zu halten
sind ETF grundsätzlich betrachtet keineswegs geeigneter als gemanagte Fonds, eher im Gegenteil. Dafür sind sie kostengünstiger. 10 jahre sind heutzutage bei volatilen Märkten zu kurz um Schwankungen aussitzen zu können. Besser 15 oder 20 Jahre einkalkulieren. Die Zinsangebote sind derzeit natürlich ein Witz. 3 Prozent klingen gut, aber gedeckelt auf 500,- oder 1.000,- ? Und wie viel gibt´s darüber? Auf jeden Fall sollte man so früh wie irgend möglich einsteigen, wenn für den Nachwuchs was halbwegs Sinnvolles dabei herauskommen soll.
Alpen_Milch 17.09.2019
3. 17000€
Für ein Studium :D Weiß ja nicht wo ihr lebt, aber da kommen locker nochmal 15000€ drauf.
timrydel 17.09.2019
4. Mythos ETF
Das die Damen und Herren der Finanztest immer beharrlich auf ETFs verweisen, finde ich mysteriös. Bei ETFs bin ich permanent zu 100% im Markt investiert. Und das macht in einem Aktienmarkt wie wir ihn 2018 hatten richtig Spaß: ungebremster Fall in den Abgrund (hieß beim DAX mal eben satte 18% minus). Und ein aktiv gemanagter Fonds kann mal eben Schlechtperformer wie Deutsche Bank oder Bayer aussortieren. Ein ETF kauft stur alles. Soll heißen: Recherche nach guten aktiven Fonds lohnt sich, aber Finanztest muss sich zurückhalten, denn eine klare Aussage wäre eine Empfehlung nach MiFID II - und dann könnte der Leser bei Mißerfolgen Finanztest als Empfehlungsgeber verklagen...
Kurt2.1 17.09.2019
5. #1
Zitat von herbertin Deutschland, die kommen kaum über die Runden und haben garantiert kein Geld zum Anlegen oder sparen.
Sollen die anderen Millionen deswegen auf diese Möglichkeit verzichten?
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