Fast 1780 US-Dollar Goldpreis erreicht höchsten Stand seit 2011

Gold gilt besonders in der Coronakrise als sichere Geldanlage. Auch deshalb stieg die Nachfrage zuletzt deutlich. Nun hat der Preis für das Edelmetall den höchsten Stand seit fast zehn Jahren erreicht.
Goldbarren in unterschiedlicher Größe (Symbolbild)

Goldbarren in unterschiedlicher Größe (Symbolbild)

Foto: Sven Hoppe / DPA

Der Goldpreis hat deutlich zugelegt und den höchsten Preis seit über acht Jahren erreicht. Am Dienstag stieg der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) in der Spitze bis auf 1796,66 US-Dollar. Das war der höchste Stand seit November 2011. Im Mittagshandel hatte der Goldpreis noch bei 1775 Dollar notiert. Sein Rekordhoch hatte der Preis im Jahr 2011 bei 1921 Dollar erreicht.

Gold profitiert vor allem von der durch die Coronakrise ausgelösten Unsicherheit. Die weiterhin sehr hohe Zahl an Neuinfektionen in den USA treibt die Anleger in das als sicher geltende Edelmetall. Auch in weiteren Weltregionen wie zuletzt in Australien kam es zu neuen Ausbrüchen. Hinzu kamen am Dienstag enttäuschende Industriedaten aus Deutschland. Demnach werde die Rezession wegen der Corona-Pandemie nach der neuesten Prognose der EU-Kommission noch stärker ausfallen als bisher angenommen.

Für Gold sprechen auch die niedrigen Zinsen. Da Gold keine Zinsen abwirft, entfällt damit ein großer Nachteil des Edelmetalls gegenüber zinstragenden Wertpapieren. Auch wird mitunter befürchtet, dass die extrem lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken früher oder später zu einer steigenden Inflation führen könnte. Gold gilt als Inflationsschutz.

bam/dpa
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