Krisenanlage Goldpreis übersteigt erstmals 2000-Dollar-Marke

Es ist die Krisenwährung schlechthin - und knackt in der Corona-Pandemie erstmals eine symbolische Marke: Der Goldpreis ist zwischenzeitlich auf mehr als 2000 Dollar gestiegen.
Goldbarren bei Händler in München: So teuer wie noch nie

Goldbarren bei Händler in München: So teuer wie noch nie

Foto: Michael Dalder/ REUTERS

Erstmals in der Geschichte hat der Goldpreis die symbolische Marke von 2000 Dollar überschritten - zumindest für kurze Zeit. Eine Unze des Edelmetalls war am Dienstag im Handel zwischenzeitlich etwas mehr als 2000 Dollar wert. Der Kurs sank dann aber wieder. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Preis einen neuen historischen Höchststand erreicht.

Gold gilt angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Ungewissheiten an den Märkten als sichere Wertanlage, was es deutlich teurer macht. Seit Jahresbeginn stieg der Goldpreis um fast 30 Prozent. Der frühere Rekord lag jahrelang bei 1921,18 Dollar vom September 2011.

Ein wichtiger Grund für die Attraktivität des Goldes: Anleger rund um den Globus wollen sich gegen Inflationsrisiken absichern. Durch die milliardenschweren Hilfsprogramme von Notenbanken wird massiv Liquidität in die Märkte gepumpt. Während sich gleichzeitig wegen weitreichender Produktionsausfälle das Angebot verknappt, steigt die Geldmenge. Damit wächst die Furcht vor einem Anstieg des Preisniveaus und einem Wertverfall des Geldes.

Ungewöhnlich ist allerdings, dass in den vergangenen Wochen sowohl Gold als auch Aktien enorm an Wert gewannen. Im Normalfall steigt nur der Preis eines der beiden Anlageklassen. Hier lesen Sie eine ausführliche Analyse, weshalb dies in der aktuellen Situation anders ist.

fdi/AFP
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