Fotostrecke: Chemikalien in der Badehose
Foto: Marcus Meyer/Greenpeace
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Fotostrecke: Chemikalien in der Badehose

Greenpeace-Test Mädchenbadeanzug mit gefährlichen Chemikalien belastet

Adidas, Puma, Nike: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat bei einer Stichprobe gefährliche Chemikalien in Bademoden bekannter Markenhersteller gefunden. In einem Kinderbadeanzug wurde eine besonders hohe Konzentration einer gesundheitsschädlichen Substanz gefunden.

Greenpeace-Test: Chemikalienfunde in Badekleidung

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PFOA ja - deutlich über Vergleichswert nein ja - knapp über Vergleichswert ja - leicht unter Vergleichswert nein
NPE ja ja ja nein ja - gering
Phtalate gering gering gering gering hoch
Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden verwendet, um Kleidung schmutz- und wasserabweisend zu machen. Besonders problematisch sind langkettige PFC, die in der Umwelt kaum abgebaut werden können. Perfluoroktansäure (PFOA) ist eine PFC, die umwelt- und gesundheitsschädlich ist. Die meisten Hersteller haben sich verpflichtet, alle langkettigen PFC in den kommenden Jahren aus der Produktion zu verbannen, in Tests werden sie jedoch immer wieder nachgewiesen.
Alkylphenolethoxylate wie die Nonylphenolethoxylate (NPE) werden in China bei der Textilherstellung eingesetzt und gelangen über Abwasser in die Umwelt - sie schädigen das Hormonsystem.
Phtalate, so genannte Weichmacher, sind hormonell wirksam und stehen im Verdacht, die Fortplanzungsfähigkeit zu schädigen.