Heizkosten 2012 Harter Winter, dicke Rechnung

Die Heizkosten sind im vergangenen Jahr stark gestiegen. Wer mit Gas heizt, zahlt laut einer aktuellen Prognose gut 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Ölheizungen sind es sogar 16 Prozent, bis 2020 könnte sich der Preis in diesem Segment sogar verdoppeln.
Heizöltanker (Archivbild): Kostenschub durch harten Winter

Heizöltanker (Archivbild): Kostenschub durch harten Winter

Foto: Peter Endig/ picture-alliance/ ZB

Eschborn - Sowohl das kältere Wetter als auch steigende Preise für Heizöl und Gas hätten die Kosten in die Höhe getrieben, teilte der Energiedienstleister Techem am Samstag mit. So hätten Haushalte im Vergleich zu 2011 rund 7,5 Prozent mehr Energie für ihre Raumheizung verbraucht. Gleichzeitig sei Heizöl um 8,4 Prozent und Gas um 5,6 Prozent teurer geworden. Damit ergebe sich ein durchschnittlicher Kostenanstieg von 13,5 Prozent bei Gasheizungen und von 16,6 Prozent bei Ölheizungen.

Raumheizung und Warmwasser machen nach Kraftstoffen den größten Anteil der Energiekosten bei privaten Haushalten aus und belasten einen Durchschnittshaushalt finanziell doppelt so stark wie die Stromrechnung. Wie stark die Heizkosten für jeden Haushalt tatsächlich steigen, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt nicht nur vom Brennstoff und der geografischen Lage ab, sondern auch von der Größe und Isolierung der Wohnung, der Personenzahl im Haushalt und der Qualität der Heizungsanlage.

Nach den letzten vorliegenden Daten von 2011 muss ein Haushalt im statistischen Durchschnitt 223 Euro je Monat für Energie ausgeben, davon 101 Euro für Kraftstoffe, 72 Euro für Heizung und Warmwasser, 19 Euro für Prozesswärme (Kochen) und 32 Euro für Licht und sonstiges.

Für Verbraucher, die ihre Wohnung mit Öl heizen, war 2012 das bislang teuerste Jahr. Bis 2020 droht ihnen eine Preissteigerung um weitere 50 Prozent, bis 2030 sogar eine Verdopplung des Heizölpreises, prognostiziert der Energieexperte Steffen Bukold, Autor des Standardwerks "Öl im 21. Jahrhundert", in einer Kurzanalyse. Vor allem einkommensschwächere Familien und ältere Menschen seien betroffen. Ihre Wohnungen würden besonders oft mit Heizöl gewärmt.

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ssu/dpa