Lebensmittelskandal Schweinefleisch in Ikeas Elch-Lasagne gefunden

Schon wieder ein Etikettenschwindel: In der Elch-Lasagne von Ikea haben belgische Behörden jetzt Schweinefleisch entdeckt. Die Möbelkette hat nun die Auslieferung und den Verkauf des Produktes gestoppt - davon sind auch die deutschen Ikea-Häuser betroffen.
Möbelkette Ikea: Nach Pferdefleisch in "Köttbullar" nun Schweinefleisch in Elch-Lasagne

Möbelkette Ikea: Nach Pferdefleisch in "Köttbullar" nun Schweinefleisch in Elch-Lasagne

Foto: THOMAS PETER/ REUTERS

Stockholm - Nach Pferdefleisch in Ikeas "Köttbullar" nun Schweinefleisch in der Elch-Lasagne: Eine Sprecherin der schwedischen Möbelkette bestätigte am Samstag, dass belgische Behörden Ende März einen Anteil von "etwas mehr als einem Prozent" Schweinefleisch in einer Lieferung Fertiglasagne für Ikea-Restaurants gefunden hatten. Der zulässige Grenzwert für den laut Deklaration nur von Elchen stammenden Fleischanteil sei bei einem von 25 Tests überschritten worden.

Das Unternehmen stoppte daraufhin die Auslieferung und den Verkauf von vorproduzierter Lasagne des heimischen Lieferanten Dafgård. Davon seien auch die deutschen Ikea-Häuser betroffen, sagte die zuständige Sprecherin Josefin Thorell in Helsingborg. Außerdem habe man 17.600 schon ausgelieferte Portionen einer bestimmten Tagesproduktion wieder zurückgezogen.

Ab Ende Februar hatte Ikea den Verkauf seiner populären Hackfleischklöße "Köttbullar" in fast ganz Europa für einen Monat gestoppt, nachdem Anteile von Pferdefleisch darin entdeckt worden waren. Im März stoppten chinesische Behörden die Einfuhr von Mandelkuchen für die Ikea-Restaurants wegen hoher Anteile von Darmbakterien. Die Ikea-Sprecherin sagte, man habe die Öffentlichkeit bisher wegen noch laufender Untersuchungen nicht über den Fund von Schweinefleisch in der Elch-Lasagne informiert.

In Europa vergeht kaum eine Woche, in der es nicht einen neuen Lebensmitteleklat gibt: der Pferdefleischskandal, der Bio-Eier-Betrug, die Gammelwürste. Zuletzt waren 20 Tonnen mit Antibiotika belastete Putenbrust in Nordrhein-Westfalen gefunden wurden. Und in Norwegen fanden die Behörden für Lebensmittelsicherheit Schweinefleisch in Kebab-Zutaten und Pizza-Belagen, die als islamkonform gekennzeichnet sind: Die sogenannten Halal-Produkte sollten nur Rindfleisch enthalten. Muslimen ist es aufgrund der islamischen Speisegebote verboten, Schweinefleisch zu essen.

hei/dpa
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