Neue Studie Commerzbank hält Immobilienpreise für zehn Prozent zu hoch

Häuser und Wohnungen in Deutschland sind mittlerweile zehn Prozent zu teuer. Zu diesem Ergebnis kommt die Commerzbank mithilfe eines neuen Rechenmodells. Und die Preise dürften weiter steigen.

Alexanderplatz in Berlin
DPA

Alexanderplatz in Berlin


Der Immobilienboom in Deutschland führt laut einer Studie der Commerzbank zu deutlichen Übertreibungen am Markt. Die Häuserpreise in Städten und auf dem Land seien inzwischen im Schnitt um zehn Prozent zu hoch, heißt es in einer Erhebung des Geldhauses, aus der die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Dienstag zitiert.

Die Erhebung fußt auf einem neuen Rechenmodell. In diesem stellt die Bank die tatsächlichen Häuserpreise zahlreichen volkswirtschaftlichen Faktoren gegenüber. Berücksichtigt werden unter anderem Baukosten, Pro-Kopf-Einkommen, Realzinsen, die Arbeitslosenquote und die demografische Entwicklung in Deutschland.

Aus diesen Faktoren errechnete das Institut dann sogenannte faire Häuserpreise. Die Diskrepanz dieser beiden Werte ergibt eine durchschnittliche Übertreibung um zehn Prozent.

Laut Prognose der Commerzbank dürften die Immobilienpreise in den kommenden Jahren noch weiter steigen. "Beenden könnte diesen Boom wohl nur ein spürbarer Anstieg der Zinsen", sagt Commerzbank-Ökonom Marco Wagner gegenüber der "FAZ". Doch der sei nicht in Sicht. Solange Kunden für ihr Erspartes nur Minizinsen bekommen, dürften viele in Immobilien investieren. Diese gelten nach wie vor als vergleichsweise sichere Geldanlage.

ssu

insgesamt 45 Beiträge
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H-Vollmilch 28.02.2017
1. Immobilienblase
Das Immobilien derzeit überbewertet sind, ist ein offenens Geheimnis. Hier baut sich gerade eine gigantische Immobilienblase auf.
Crom 28.02.2017
2.
Zitat von H-VollmilchDas Immobilien derzeit überbewertet sind, ist ein offenens Geheimnis. Hier baut sich gerade eine gigantische Immobilienblase auf.
Zum einen wären 10% alles andere als gigantisch und zum anderen kann man kaum von einer Blase sprechen, da ja so gut wie alles vermietet wird, zumindest dort wo auch die Preise entsprechend angezogen sind. Ich kann keine Blase erkennen.
mobbing 28.02.2017
3. Diese Aussage soll nur die Illusion stützen...
Dass der Euro nicht am Ende sei. Korrekterweise müsste die Schlagzeile lauten "In Anbetracht der steigenden Geldmenge dienen Immobilien als Inflationsindex - 10℅ Geldwertverlust".
superluger 28.02.2017
4. Naja ...
... ich besitze Immobilien in Stuttgart & München. Das sich eine Immobilienblase aufbaut hör ich nun schon seit über 15 Jahren, meistens von denen die keine in ihrem Besitz haben.
SarahMue 28.02.2017
5. zu hoch, aber...
Selbstverständlich sind die Preise "zu hoch"...Das bedeutet allerdings nicht, dass die Preise in absehbarer Zeit fallen müssen oder nicht weiter stark steigen können. Ein Markt besteht immer aus Angebot und Nachfrage. Das Angebot sinkt und die Nachfrage ist weiterhin hoch. Das ist kein Szenario für einen Preisverfall. Die Preise werden dann sinken wenn andere Anlageklassen attraktiver erscheinen. Außerdem würde ich einer Bank die vom Staat gerettet werden musste, nichts glauben.
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