Ungebremster Immo-Boom Preise für Häuser und Wohnungen steigen kräftig

Die Trendwende am Immobilienmarkt lässt auf sich warten: Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen auch 2019 rasant weiter.

Straße in Hamburg
Marcus Brandt / DPA

Straße in Hamburg


Die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen sind in den ersten drei Monaten des Jahres weiter kräftig gestiegen. Sie lagen laut Statistischem Bundesamt im ersten Quartal im Schnitt fünf Prozent höher als im ersten Quartal 2018. Die Kaufpreise erhöhten sich sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen.

Für eine Eigentumswohnung in einer der sieben größten Metropolen wurden im ersten Quartal demnach im Schnitt 8,6 Prozent mehr verlangt als im Vorjahresquartal, für Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen die Preise dort um 6,9 Prozent.

In ländlichen Regionen wurden Häuser und Wohnungen zwar auch teurer, aber nur geringfügig: In dünn besiedelten Kreisen stiegen die Preise für Wohnungen um 1,1 Prozent, für Häuser um 1,7 Prozent. In sogenannten ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen verteuerten sich Wohnungen um 1,7 Prozent und Häuser um 4,5 Prozent.

Im Video: Mietendeckel in Berlin - Wenn der Staat in den Immobilienmarkt eingreift

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Seit Ende 2015 stiegen die Preise für Wohnimmobilien laut Statistik bundesweit um 22 Prozent. In den sieben größten Metropolen wurden Eigentumswohnungen demnach um 40,8 Prozent teurer; Ein- und Zweifamilienhäuser um 36,4 Prozent.

In anderen Großstädten und außerhalb der Ballungsräume nahmen die Preise seit 2015 demnach ebenfalls deutlich zu. So lagen die Preise für Häuser in dünn besiedelten ländlichen Kreisen 21,4 Prozent über den Preisen des vierten Quartals 2015; Wohnungen verteuerten sich in diesen Regionen um 16,3 Prozent.

beb/dpa

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andere Hobbys 26.06.2019
1. Tja,
um wieviel Prozent ist denn die Bevölkerung seit 2010 gewachsen ? Und es werden pro Jahr mindestens 200000 mehr. Wo Wohnungen ein rares Gut sind, werden sie natürlich teurer.
karlsiegfried 26.06.2019
2. Ist doch logisch
Erst recht nach dem Mietpreisstopp in Berlin. Wenn dieser Schule macht gehen die Preis ab duch die Decke. Grund. Das BVG wird dieses angebliche 'Gesetz' zerfetzen.
kayakclc 26.06.2019
3. Risiken und Nebenwirkungen
(i) seit ca 2000 gibt es einen Trent von Land in die Städte zu ziehen: man spart 1-2 Autos (500-1000€/Monat) die einen Famile durch diesen Verzicht in Mieten für größere Wohnungen in zentraler Lage ausgeben können. Der Trent hat sich seit der Anti-Autodiskussion verstärkt. (ii) Die EZB hat die Zinsen in den negative Bereich zur Eurokrisenintervention gedreht, und konservative Anleger, die Aktien scheuen, investieren in Immobillien. (iii) Der Bund packt seit 20 Jahren immer schärfere Energieeinsparverordnungen drauf, und die Länder haben die Grunderwerbsteuer verdoppelt. (iv) Die mittleren Einkommen in München, Frankfurt und Hamburg liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Kombiniert man den Trent mit den politischen Rahmenbedingungen + EZB kommt eine Miet- und Immoblieninflation in den Ballungszentren heraus. Auf dem Land dagegen gibt es immer mehr billige Häuser. Leute müssten sich vielleicht mehr über Deutschland verteilen umd den Druck abzubauen. Es ist eben nicht möglich, dass 2 Mil Leute in Berlin Mitte leben können. Selbst Schuld, wenn man dem Herdentrieb folgt, und viele Leute das selbe begrenzes Gut haben wollen! Daher ist ein Preisbremse rein populistisch, weil sie am Ende immer die Besserverdienenden in den Balliungszentren bevorzugt.
De facto 26.06.2019
4. Nullzinspolitik
Geld um sonst treibt die Preise und die Mieten, dazu kommt noch Ausländer die das Geld in Deutschland parken wollen - unhaltbar! Es ist eine Politik die nur den wenigsten zu gute kommt. Die Nebenwirkungen der Nullzinspolitik wird immer eklatanter.
fatg 26.06.2019
5. Einfach abwarten
Fakt ist, dass die Demographie für die Häuslebauer arbeitet. Generell geht die Bevölkerung bei 1,4 Kindern pro Paar seit den 1990ern stetig abwärts. Da hilft auch kaum die damalige Einwanderung aus Russland, Ex-Jugoslawien, oder eben jetzt aus Syrien. Hinzu kommt das Deutschland mittlerweile sehr alt ist - auch hier, so zynisch es klingt, ist es nur eine Frage der Zeit. Wer jetzt kauft, nun ja, investiert in eine Blase...
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