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Hier spüren Sie Inflation und Knappheit im Alltag

Foto: Martin Wagner / IMAGO

Inflation und Lieferengpässe Diese Waren sind knapp und teuer

Die Deutschen leiden unter enormen Preissteigerungen bei Gütern des täglichen Lebens. Die Inflation trifft sie beim Tanken genauso wie am Kühlregal – und einige Produkte sind bereits Mangelware. Eine Auswahl.

Als vor gut zwei Jahren die Coronakrise begann, fielen die Hamsterkäufer über Deutschlands Supermärkte her. Sie bunkerten Klopapier, Hefe, Nudeln, Desinfektionsmittel. Es ging ihnen darum, ein paar Wochen Quarantäne zu überstehen. Überflüssig, sagten sich viele. Waren die Lieferengpässe damals doch höchstens von kurzer Dauer.

Dass nun in vielen Supermärkten Mehl oder Öl nur noch rationiert abgegeben wird, könnte dagegen, befürchten viele, deutlich länger anhaltende Gründe haben. Ernährungsminister Cem Özdemir versichert zwar, die Versorgung mit Lebensmitteln sei derzeit sichergestellt. Doch bislang scheinen die Appelle des Grünenpolitikers, sich im Laden solidarisch zu zeigen und nicht über Gebühr zu bunkern, nur wenig zu fruchten.

Habeck: Krieg »wird uns Wohlstand kosten«

Das dürfte auch damit zusammenhängen, dass die steigenden Preise bereits jetzt für immer mehr Menschen in Deutschland zum Problem werden  und besonders die hohen Energiekosten auf nahezu alle Handelswaren durchschlagen. Große Ketten wie Aldi haben ihre Preise in den vergangenen Tagen deutlich angehoben, weitere Unternehmen haben Erhöhungen angekündigt.

Neben den Kosten für Strom, Gas und Sprit sind es unter anderem auch die Preise für Lebensmittel, die die Inflation in Deutschland zuletzt auf 7,3 Prozent getrieben haben – den höchsten Stand seit 40 Jahren. Die bisherigen Entlastungspakete der Politik wiegen die Steigerungen längst nicht auf.

Befeuert wird diese Entwicklung durch die Nachwehen der Coronakonjunktur – zuletzt aber insbesondere durch Wladimir Putins Krieg in der Ukraine. Durch den blutigen Konflikt explodierten die Preise für Energie. Laut Experten legten deshalb aber auch die für Industrieprodukte und Nahrungsmittel weiter zu, unter anderem wegen der steigenden Kosten für Energie oder Dünger. Ein Ende der Entwicklung ist nicht absehbar.

Der Index der Uno-Organisation für Lebensmittel und Landwirtschaft (FAO)  lag im März mit 159,3 Punkten deutlich über dem bereits hohen Vorjahreswert von 119,2. Besonders Getreide und Fette sind demnach erneut merklich teurer. In ärmeren Ländern kann etwa der Ausfall der Kornkammer Ukraine zu Hunger führen, wenn dadurch Weizen knapp oder zumindest kostspielig wird.

Hierzulande wiederum warnt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der Krieg »wird uns Wohlstand kosten«. Und so mancher Wirt hat wegen fehlenden Öls bereits die Pommes von der Karte genommen. Worte wie Verzicht haben dieser Tage Konjunktur. Sehen Sie hier eine Auswahl der Produkte, bei denen Teuerung oder Knappheit bereits deutlich zugeschlagen haben:

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