Razzia gegen Internetbetrug Cyber-Gangster erbeuten 100 Millionen Euro

Ein Betrügernetzwerk hat Tausende Anleger um mindestens 100 Millionen Euro geprellt. Die Cybergangster betrieben sogar eigene Call-Center, um Kunden anzulocken.
Bitcoin-Fabrik

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Foto: ALESSANDRO BIANCHI/ REUTERS

Mehrere Tausend Anleger in Europa sollen durch kriminelle Machenschaften um rund 100 Millionen Euro pro Jahr betrogen worden sein. Dies berichtete das österreichische Bundeskriminalamt (BKA).

Der international aufgestellten Tätergruppe wird vorgeworfen, ihren Opfern durch Online-Trading-Plattformen für Kryptowährungen und ähnliche Finanzprodukte das Geld aus der Tasche gezogen zu haben. An den Ermittlungen waren auch Fahnder aus Deutschland, Bulgarien und Tschechien beteiligt.

Angeworben wurden die Opfer vor allem über soziale Netzwerke sowie Anrufe aus eigens geschaffenen Call-Centern. Den Interessenten wurde laut BKA eingeredet, dass bei den Transaktionen kaum Risiko bestehe und ab gewissen Summen Versicherungen gegen Kapitalverlust in Kraft treten würden.

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Nach ersten Einzahlungen sei das virtuelle Depot durch mehrere Transaktionen angewachsen. Die Call-Center-Mitarbeiter hätten den Kunden aber eine Auszahlung ausgeredet oder hätten ihnen zu neuerlichen Investitionen geraten. In Wahrheit sei das eingezahlte Geld in ein aus Tarn- und Scheinfirmen bestehendes Geldwäschenetzwerk geflossen.

Die Fahnder durchsuchten nach BKA-Angaben vor kurzem in Sofia die Räume von 21 Firmen. Dabei wurden einige Terabyte Daten, Geschäftsunterlagen und ein sechsstelliger Geldbetrag beschlagnahmt. Außerdem wurden insgesamt 14 Konten sichergestellt und ein Hauptverdächtiger festgenommen.

ssu/dpa
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