Aufruf zu Recycling Jeder Deutsche produziert 20 Kilo Elektroschrott pro Jahr
Geräte auf Hamburger Recyclinghof
Foto: Marcus Brandt / dpaElektronische Geräte wie Smartphones, Computer und Kühlschränke sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Entsprechend viel Elektroschrott fällt auch an. 20 Kilo sind es in Deutschland pro Jahr und pro Kopf, meldet das Bundesumweltministerium. Doch zurückgegeben werden davon nur wenige Altgeräte, vieles bleibt in Privathaushalten liegen, wie das Ministerium mitteilte.
Mit einer neuen Kampagne der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) sollen mehr Bürgerinnen und Bürger zur Rückgabe ihres Elektroschrotts bewegt werden. Ab Juli 2022 müssen auch Lebensmitteleinzelhändler Altgeräte annehmen.
»Je mehr Elektro-Altgeräte gesammelt und Rohstoffe hochwertig recycelt werden, desto besser verhindern wir unumkehrbare Schäden für Mensch und Natur«, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). So müssten Rohstoffe, die aus Altgeräten gewonnen werden, nicht andernorts aus der Erde geholt werden. »Verbraucherinnen und Verbraucher sollen so einfach wie möglich Elektro-Altgeräte entsorgen können«, forderte Schulze weiter.
Aktuell verfehlt Deutschland die Vorgaben der Europäischen Union zum Mindestsammelziel von Elektroschrott. Diese sehen eine Sammelquote von 65 Prozent vor – 2019 erreichte Deutschland lediglich eine Sammelquote von 44,3 Prozent.
Zahlreiche Elektrogeräte, insbesondere kleine Apparate wie elektrische Zahnbürsten oder Wecker, würden fälschlicherweise im Restmüll oder der Wertstofftonne entsorgt, kritisierte das Umweltministerium.
Mithilfe von Fernseh- und Außenwerbung sowie Anzeigen in Online-Netzwerken will die Stiftung EAR Verbraucherinnen und Verbraucher besser über Rückgabemöglichkeiten informieren. »Wenn die Geräte nicht mehr benötigt, nicht mehr repariert oder weiterverschenkt werden können, sind sie E-Schrott und sollten korrekt entsorgt werden«, mahnte die Generalbevollmächtigte der Stiftung, Andrea Menz. »Ob auf dem Wertstoffhof oder im Handel – es gibt viele Rückgabemöglichkeiten.«