Jetzt amtlich Verkauf von Silvesterfeuerwerk bundesweit verboten

Jetzt ist es offiziell: Böllerkauf ist verboten, die Verordnung aus dem Bundesinnenministerium ist in Kraft getreten. Der Grund: Ansteckungen und Verletzungen vermeiden, um die Krankenhäuser nicht noch stärker zu belasten.
Feuerwerksartikel in einem Baumarkt – in diesem Jahr wird es das nicht geben

Feuerwerksartikel in einem Baumarkt – in diesem Jahr wird es das nicht geben

Foto: Moritz Frankenberg / DPA

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt. Die entsprechende Verordnung sei am Dienstag in Kraft getreten, teilte das Innenministerium in Berlin mit. Damit werde ein Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderregierungschefs und -chefinnen vom 13. Dezember umgesetzt.

»Wegen der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr vieles anders. Wir müssen darauf achten, dass wir nicht Böller anzünden und die Infektionszahlen explodieren. Das Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk schützt unsere Krankenhäuser vor Überlastung«, sagte Seehofer der Mitteilung zufolge.

Verletzungen verhindern, um Krankenhäuser zu entlasten

Ziel der Regelung sei es, Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht zu verhindern, um die aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin stark beanspruchten Krankenhäuser und Notfallambulanzen zu entlasten.

Betroffen von dem Verbot seien »die typischen, in anderen Jahren vom 29. bis 31. Dezember erhältlichen Gegenstände wie z. B. Silvesterknaller und Raketen«, erläuterte das Innenministerium. »Mit der neuen Verordnung bleibt die Abgabe im Jahr 2020 auch an diesen Tagen verboten.« Auch bereits zuvor etwa über den Onlinehandel getätigte Bestellungen dürften nicht mehr an den Endkunden ausgeliefert werden. Die Pyrotechnik-Hersteller haben wegen des Verkaufsverbots bereits angefangen, die Ware bei den Händlern wieder einzusammeln.

caw/dpa