Nur 1800 Anträge Kaufprämie für Elektroautos floppt

Bundesregierung und Industrie stellen 1,2 Milliarden Euro bereit, um die Verkäufe von Elektroautos anzukurbeln. Doch die Nachfrage ist gering.

Ladestation in Berlin: Ob der Kauf von Elektroautos gefördert werden soll, ist umstritten.
DPA

Ladestation in Berlin: Ob der Kauf von Elektroautos gefördert werden soll, ist umstritten.


Schwacher Start für ein Prestigeprojekt der Bundesregierung, die Prämie für Käufer von Elektroautos. Einen Monat nach dem Start sind gerade einmal 1791 Anträge beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingegangen, teilte die Behörde mit.

Bundesregierung und Industrie haben insgesamt 1,2 Milliarden Euro Fördergelder bereitgestellt. Berlin hat sich das Ziel gesetzt, bis 2019 insgesamt 300.000 Elektroautos zu fördern. Sollte es im bisherigen Tempo weitergehen, würde dieses Ziel allerdings erst in 14 Jahren erreicht werden.

Verbraucher, aber auch Firmen, Stiftungen und Vereine, können den sogenannten Umweltbonus beantragen. Für reine Elektrofahrzeuge mit Batterie gibt es 4000 Euro Zuschuss. Für solche Modelle gingen 1194 Förderanträge ein. Bei Hybridautos, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, sind es 3000 Euro. Hier zählte das Bafa bisher 597 Anträge.

Die meisten Anträge kamen aus Bayern (468), gefolgt von Baden-Württemberg (357) und Nordrhein-Westfalen (307). BMW-Modelle lagen mit 581 Anträgen vorne, vor Renault (444) und Volkswagen (154).

Im Gespräch sind derzeit unterschiedliche Maßnahmen, um mehr Menschen zum Kauf eines Elektroautos zu bewegen. Am Abend trifft sich dazu Bundeskanzlerin Merkel mit Vertretern der Autoindustrie.

beb/dpa



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