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26. März 2015, 09:11 Uhr

GfK-Umfrage

Deutsche Kauffreude erreicht 13-Jahres-Hoch

Die deutschen Verbraucher lassen sich von Krisen im Ausland kaum beeindrucken: Ihre Kaufbereitschaft ist so hoch wie zuletzt Ende 2001. Experten glauben, dass beim Konsumklima sogar noch Luft nach oben ist.

Nürnberg - Ein Mix aus günstigen Energiepreisen, robustem Arbeitsmarkt und Mini-Zinsen sorgt für immer bessere Kauflaune in Deutschland. Der von der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für April ermittelte Indikator für das Konsumklima legte erneut zu und stieg von 9,7 auf 10,0 Zähler, wie die GfK am Donnerstag mitteilte.

Es ist der sechste Anstieg in Folge und der höchste Wert seit Oktober 2001. Volkswirte hatten zwar mit einem Anstieg gerechnet, aber nur auf 9,8 Punkte. Das GfK-Konsumklima basiert auf einer Befragung von etwa 2000 Verbrauchern.

Nach Einschätzung des GfK-Experten Rolf Bürkl ist beim Konsumklima aber immer noch Luft nach oben: "Vieles spricht dafür, dass der Aufwärtstrend beim Konsumlima weitergeht." Einer der wesentlichen Gründe für den erneuten Anstieg des Konsumklimas sieht die GfK in der konjunkturellen Entwicklung. Bei den Verbrauchern habe sich der Eindruck eines stabilen Aufschwungs festgesetzt, so Bürkl.

Das Tauziehen um Griechenland lässt die Verbraucher kalt

Eine Kombination aus steigender Beschäftigung und guten Tarifabschlüssen gebe den Konsumenten außerdem das Gefühl der Jobsicherheit, sagte Bürkl. Zugleich lasse eine sehr niedrige Inflation "den Einkommensoptimismus weiter wachsen". Außerdem gebe es unter den Konsumenten kaum Zweifel, dass die Zinsen über einen längeren Zeitraum auf dem derzeitigen Niveau verharren werden.

Bürkl verwies außerdem auf mögliche Rückzahlungen bei den Nebenkostenabrechnungen für Mieter dank günstiger Rohölpreise: "Derzeit dürften die Nebenkostenabrechnungen bei vielen Miethaushalten für positive Überraschungen sorgen."

Während zahlreiche Gründe für eine starke Kauflaune sprechen, treten die Risiken in den Hintergrund. In der Ukraine hatte sich die Krise zuletzt etwas beruhigt. Derzeit werden die Schlagzeilen von der Schuldenkrise in Griechenland beherrscht. Bürkl sieht aber keine Auswirkungen der Griechenland-Schlagzeilen auf die Kauflaune: "Das Tauziehen in Europa um die Zukunft Griechenlands lässt die deutschen Verbraucher im Hinblick auf ihre Konsumstimmung derzeit völlig unbeeindruckt."

mka/dpa/AFP/Reuters

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