Landwirtschaft Milchpreis erreicht Rekordniveau

Viele Landwirte kämpfen mit niedrigen Erzeugerpreisen, nicht aber die Milchbauern. Molkereien zahlten für Milch im vergangenen Jahr so viel wie lange nicht mehr. Ein knappes Angebot trieb den Preis auf Rekordhöhe.
Milchkühe in Deetz (Sachsen-Anhalt): Molkereien zahlten 2013 hohe Preise

Milchkühe in Deetz (Sachsen-Anhalt): Molkereien zahlten 2013 hohe Preise

Foto: Jan Woitas/ dpa

Bonn - Die deutschen Milchbauern haben 2013 ungewöhnlich viel Geld für ihr Produkt bekommen. Im Jahresdurchschnitt hätten die Molkereien für ein Kilo Rohmilch mit vier Prozent Fett 37,69 Cent gezahlt, gab die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) bekannt.

Das seien 5,7 Cent oder 17,8 Prozent mehr gewesen als 2012. Bei der konventionellen Kuhmilch allein war die Steigerung sogar noch etwas größer als bei Biomilch: Hier wurden für ein Kilo demnach 37,51 Cent gezahlt, 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Milchgeld habe somit 2013 "ein Rekordniveau" erreicht, erklärte die AMI. "Selbst die Spitzenergebnisse der Jahre 2007, 2008 und 2011 wurden im Schnitt um mehr als drei Cent übertroffen."

Hintergrund des Preisanstiegs sei ein zunächst knappes Angebot gewesen. Obwohl das Milchaufkommen um die Jahresmitte wieder normal gewesen sei, "blieb das Preisniveau ungewöhnlich hoch".

ade/AFP