Landwirtschaft Milchpreis erreicht Rekordniveau

Viele Landwirte kämpfen mit niedrigen Erzeugerpreisen, nicht aber die Milchbauern. Molkereien zahlten für Milch im vergangenen Jahr so viel wie lange nicht mehr. Ein knappes Angebot trieb den Preis auf Rekordhöhe.

Milchkühe in Deetz (Sachsen-Anhalt): Molkereien zahlten 2013 hohe Preise
DPA

Milchkühe in Deetz (Sachsen-Anhalt): Molkereien zahlten 2013 hohe Preise


Bonn - Die deutschen Milchbauern haben 2013 ungewöhnlich viel Geld für ihr Produkt bekommen. Im Jahresdurchschnitt hätten die Molkereien für ein Kilo Rohmilch mit vier Prozent Fett 37,69 Cent gezahlt, gab die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) bekannt.

Das seien 5,7 Cent oder 17,8 Prozent mehr gewesen als 2012. Bei der konventionellen Kuhmilch allein war die Steigerung sogar noch etwas größer als bei Biomilch: Hier wurden für ein Kilo demnach 37,51 Cent gezahlt, 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Milchgeld habe somit 2013 "ein Rekordniveau" erreicht, erklärte die AMI. "Selbst die Spitzenergebnisse der Jahre 2007, 2008 und 2011 wurden im Schnitt um mehr als drei Cent übertroffen."

Hintergrund des Preisanstiegs sei ein zunächst knappes Angebot gewesen. Obwohl das Milchaufkommen um die Jahresmitte wieder normal gewesen sei, "blieb das Preisniveau ungewöhnlich hoch".

ade/AFP



insgesamt 11 Beiträge
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teilnehmer heini 21.03.2014
1. Der Schweinezyklus
...gilt auch für Kühe !
spmc-122226439819235 21.03.2014
2. Ein Beispiel vom funktionierenden Markt
In der Landwirtschaft gehören alle Subventionen zeitnah abgeschafft,denn die Fehlanreizen sind das Problem.Wenn der Betriebsleiter nach Marktlage und Fruchtfolge entscheiden kann geht es der Landwirtschaft gut,die Folgen sind : Brüssel kann sein Personal halbieren (oh und aua),die Kassen bleiben voll und es kann direkt an den Verbraucher eine Steuerreduzierung weitergegeben werden und die Qualität in den Betrieben wird durch den offenen Wettbewerb gesteigert,also viele Vorteile gegenüber dem derzeitigen Argrasozialismus ala Brüssel !
westerwäller 21.03.2014
3. Gemäß unseren Lebensmittel-Foristen ...
Zitat von sysopDPAViele Landwirte kämpfen mit niedrigen Erzeugerpreisen, nicht aber die Milchbauern. Molkereien zahlten für Milch im vergangenen Jahr so viel wie lange nicht mehr. Ein knappes Angebot trieb den Preis auf Rekordhöhe. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/landwirtschaft-molkereien-zahlen-bauern-2013-hohen-milchpreis-a-960067.html
... hat sich damit natürlich auch linear die Qualität der Milch verbessert, die die Kühe gegeben haben ... Weil Lebensmittel, die billig sind, ja nicht gut sein können ...
DMenakker 21.03.2014
4.
Freut mich ehrlich gesagt. Lebensmittel sind kein Abfallprodukt und ein seriöser mittelständischer Produzent ( und dazu zähle ich Milchbauern ) sollte davon leben können.
flyhi172 21.03.2014
5. Milchprodukte sind grausam und ungesund
Kuehe empfinden das gleiche was jede Mutter empfinden wuerde wenn man ihr das Baby wegnimmt. Maennliche Kaelber werden i.d.Regel sehr schnell getoetet weil sie wertlos fuer die Milchindustrie sind. An dem Mythos von der gesunden Milch ist nichts dran. Milchprodukte fuehren zu verschiedenen Krankheiten und sind alles andere als gesund.
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