Lebensmittel Neues Portal informiert über Skandale und Rückrufe

Bislang warnten die Bundesländer einzeln vor gefährlichen Lebensmitteln - nun können Verbraucher sich zentral auf einer einzigen Internetseite informieren: Ministerin Ilse Aigner hat das Portal Lebensmittelwarnung.de freigeschaltet.

Verbraucherministerin Ilse Aigner: Transparenzversprechen an Verbraucher
dapd

Verbraucherministerin Ilse Aigner: Transparenzversprechen an Verbraucher


Berlin - Wenn Firmen Lebensmittel zurückrufen, erfahren Verbraucher dies meist eher zufällig aus den Medien. Nun soll eine neue Web-Seite Lebensmittelwarnungen zentral bündeln. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) schaltete das Portal Lebensmittelwarnung.de am Freitag frei.

Auf dem neuen Internetportal sollen sich Verbraucher über Skandale und Rückrufe bei Lebensmitteln informieren können. Bislang wurden solche Warnungen lediglich von den einzelnen Bundesländern veröffentlicht, eine zentrale Sammelstelle gab es nicht. Nun sollen die Informationen von Behörden und Firmen gebündelt veröffentlicht werden. "Mit der neuen Internetseite erreichen wir eine Transparenz in der Lebensmittelkontrolle, die es so in Deutschland bislang nicht gegeben hat", sagte Aigner.

Die zuständigen Behörden der Bundesländer veröffentlichen auf der Seite unter anderem Warnungen, wenn sie bei Kontrollen Belastungen mit Schadstoffen feststellen. Zum Start warnte das Portal etwa vor dem Verzehr einer "Frischen Schinken-Zwiebelmettwurst", bei der den Angaben zufolge mikrobielle Verunreinigungen festgestellt wurden.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit betreut das Portal im Auftrag der 16 Bundesländer, die für die Lebensmittelüberwachung zuständig sind.

Im Juli hatte Aigner bereits das Verbraucherportal Lebensmittelklarheit.de freigeschaltet. Dort beschweren sich Kunden über die Tricks von Herstellern.

Fotostrecke

6  Bilder
Aigner-Portal: Lebensmittel im Online-Test

mmq/AFP/dpa



insgesamt 23 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
systemmirror 21.10.2011
1. Wenn ich die
Glassplitter gegessen habe kann ich mich wenigstens im Internet schlau machen und weiß was mir den Magen zerschnitten hat. Kein normaler Mensch guckt vor jedem Bissen odr Schluck ins Internet um zu wissen, ob irgendein Produkt schlecht oder ungenießbar ist. Die typische Aigner Show. Die Hauptsache wieder irgendeinen Mist den Bürgern vorgesetzt. Qualitätsurteil : UNGENISSBAR
doc 123 21.10.2011
2. Volksverdummung.de
Zitat von sysopVerbraucher sollen ab sofort auf einer speziellen Web-Seite Informationen über Skandale und Rückrufe bei Lebensmitteln abrufen können. Verbraucherministerin Aigner schaltete das Portal "Lebensmittelwarnung.de" frei. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,793186,00.html
Wenn Industrieministerin Aigner tatsächlich etwas ankündigt, kann dies jedenfalls nichts allzu gutes für den Verbraucher bedeuten!
uglyfox 21.10.2011
3. Gammelfleisch usw.
wesentlich sinnvoller wäre es, endlich die Namen derjenigen zu veröffentlichen die verdorbenes Fleisch in Umlauf gebracht haben! Auch Personen, die für Misshandlungen beim Tiertransport verantwortlich sind sollten öffentlich bekannt gemacht werden. Dann hätte man als Verbraucher endlich eine Möglichkeit darauf entsprechend zu reagieren... !
wachsamesholzauge 21.10.2011
4. Vorschlag
Ein kleines Schrittchen in die richtige Richtung, aber in der Praxis für den Bürger recht umständlich. Ich hätte gerne eine Email, die mich warnt, wenn einer der für mich relevanten "In-Verkehr-Bringer" angemahnte Lebensmittel in Verkehr bringt. Das sollte technisch problemlos machbar sein und es wäre bürgerfreundlich und sinnvoll.
frubi 21.10.2011
5. .
Zitat von sysopVerbraucher sollen ab sofort auf einer speziellen Web-Seite Informationen über Skandale und Rückrufe bei Lebensmitteln abrufen können. Verbraucherministerin Aigner schaltete das Portal "Lebensmittelwarnung.de" frei. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,793186,00.html
Man umgeht die meisten Lebensmittelskandale wenn man die bekannten Supermarkt- und Discounterketten meidet und dafür bei örtlichen und kleineren Märkten einkauft. Wir haben bei uns das Apfelparadies, die neben Apfelprodukten auch andere Waren wie z. B. Milch und Fleischprodukte von örtlichen Lieferanten anbieten. Die Qualität hat natürlich ihren Preis aber ich habe gerade in der letzten zeit gemerkt, dass es sich wirklich lohnt. Allein schon der Stress und die Hektik an den Kassen, die man dadurch umgeht, sind die Mehrkosten durchaus wert. Bei Kaiser krieg ich jedes mal einen Anfall.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.