Immobilienmarkt Mieten in London fallen deutlich

Der Boom am Londoner Immobilienmarkt scheint vorbei. Die Mieten sind im Mai so stark gefallen wie seit acht Jahren nicht mehr. Experten führen dies auf eine Nottaktik der Vermieter zurück.
Immobilien in London

Immobilien in London

Foto: © Stefan Wermuth / Reuters/ REUTERS

Die Immobilienpreise in Großbritannien sind erstmals seit Dezember 2009 leicht gesunken, in London verbuchten sie gar das größte Minus seit acht Jahren. Das geht aus einer Erhebung  der Firma HomeLet hervor, Großbritanniens größtem Dienstleister für Vermieter.

Die durchschnittliche Miete im Vereinigten Königreich lag demnach im Mai bei rund 901 Pfund und damit 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. In London zahlten Mieter im Schnitt 1502 Pfund - drei Prozent weniger als im Mai 2016. Daneben verbuchten noch vier weitere Regionen sinkende Mieten.

Die sinkenden Preise in der Hauptstadt hängen vor allem mit einem wachsenden Angebot zusammen. Nach Angaben der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg  ist die Zahl der vermietbaren Immobilien in London im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Zudem hätten Immobilienbesitzer derzeit Probleme, ihre Objekte zu verkaufen - und würden sie deshalb immer öfter vermieten.

ssu