Finanzielle Erleichterungen für Mieter So stark werden Sie bei der CO₂-Abgabe entlastet

Die CO₂-Abgabe macht Heizen mit Öl oder Gas teurer. Nun sollen sich Vermieter an den Kosten beteiligen. Manche Haushalte können dadurch unterm Strich sogar Geld sparen. Wer profitiert – und wer draufzahlt.
Wohnhäuser in der Kölner Innenstadt (Spiegelung in einer Glasfassade 2020)

Wohnhäuser in der Kölner Innenstadt (Spiegelung in einer Glasfassade 2020)

Foto: Christoph Hardt / imago images/Future Image

Seit Jahresbeginn erhebt der Staat eine Abgabe von 25 Euro pro emittierter Tonne Kohlenstoffdioxid (CO₂). Ein Liter Heizöl verteuert sich dadurch um rund acht Cent, eine Kilowattstunde Erdgas um 0,6 Cent. Doch diese Zusatzkosten müssen die rund 23 Millionen Haushalte, die in Deutschland zur Miete wohnen, künftig nicht mehr allein tragen.

Nach SPIEGEL-Informationen hat sich die Große Koalition geeinigt: Die CO₂-Kosten sollen künftig zwischen Vermietern und Mietern aufgeteilt werden – im Verhältnis 50:50.

Weil analog zur Einführung der CO₂-Abgabe zudem die EEG-Umlage für die Einspeisung von Ökostrom gesenkt wird, können Mieter nun in bestimmten Fällen sogar Geld sparen. Andere müssen draufzahlen.

In welche Kategorie Sie selbst wahrscheinlich fallen, können Sie folgender Tabelle entnehmen. Sie basiert auf Zahlen des Bundesumweltministeriums, das sich schon Anfang des Jahres mit der Frage befasst hat, wie stark eine 50:50-Regelung einzelne Haushalte entlasten würde. Schon damals war dieser Vorschlag im Gespräch.

Die Angaben in der Tabelle sind freilich nur Näherungswerte. Sie schwanken je nachdem, wie viel Strom Sie verbrauchen, wie viel Sie heizen und wie viele Kilometer Sie mit dem Auto zurücklegen. Auch gibt es noch weitere soziale Ausgleichsmechanismen, zum Beispiel die Pendlerpauschale.

Immerhin aber können Sie grob für sich selbst abschätzen, ob Sie die Klimapolitik der Bundesregierung unterm Strich eher be- oder entlastet.

che/ssu