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19. Mai 2018, 08:25 Uhr

Tanken und Heizen

Benzin und Heizöl werden teurer - wie Sie trotzdem sparen können

Eine Kolumne von

Der Ölpreis steigt, und auch das Benzin an den Tankstellen wird teurer. Autofahrer und Heizungsbesitzer müssen dem nicht tatenlos zusehen. Es gibt trotzdem viele Möglichkeiten, Geld zu sparen.

Was passiert, wenn sich Donald Trump, Wladimir Putin, Hassan Rohani und Benjamin Netanjahu streiten? Der Spritpreis steigt - und natürlich der für Heizöl.

Und was bleibt Ihnen als Verbraucher? Sie können nur die Folgen für Ihren Geldbeutel einhegen. Vollständig wird Ihnen das zwar nicht gelingen, aber erfolgreich kann die Schadensbegrenzung schon sein.

Beginnen wir beim naheliegenden täglichen Ärger: Dem Spritpreis. Der steigt und steigt, und hat für E10 in Berlin in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit drei Jahren die Marke von 1,50 Euro geknackt. Gleichzeitig gibt es aber noch Tankstellen, da kostet der Kraftstoff knapp 1,40 Euro.

Woher rührt der Unterschied? Die Antwort hat zwei Komponenten.

Insgesamt ergibt sich für den Autofahrer ein maximaler Unterschied von zehn bis zwölf Euro je Tankfüllung. Diesen maximalen Betrag werden Sie im Alltag selten sparen, aber bleiben wir mal bei einem realistischen Sparpotenzial von sechs Euro pro Tankfüllung. Den Unterschied können Sie mit einer Tank-App regelmäßig für das eigene Konto verbuchen. Stellen Sie dazu bei der App die Suche nach der jeweils günstigsten Tankstelle in der Nähe des Wohnortes, in der Nähe Ihrer Arbeit und an von Ihnen vielbefahrenen Strecken ein.

Wenn Sie 20.000 Kilometer im Jahr fahren und dabei im Schnitt sieben Liter pro 100 Kilometer verbrauchen, sind das 1400 Liter Sprit. Sparen Sie dabei zehn Cent pro Liter, haben Sie 140 Euro extra in der Tasche.

Die Diskrepanz ist erstaunlich und für unsere Kaufkraft als Verbraucher relevant. Nur ganz grobschlächtig hochgerechnet: Im gesamten Personenverkehr werden Jahr für Jahr fast 50 Milliarden Liter Benzin und Diesel verbraucht, zehn Cent pro Liter dabei einsparen wären also fünf Milliarden Euro.

Kommen wir zum Heizöl. Hier sind die Timing-Fragen etwas komplizierter. Es geht nicht um morgens oder abends, es geht einerseits um den richtigen Zeitpunkt generell. Dabei hängen Sie als Haus- oder Wohnungsbesitzer mit einer Ölheizung leider auch von den vier oben genannten Herren ab - und von der sonstigen Weltpolitik. Der Heizölpreis ist seit Jahresbeginn um rund zehn Prozent gestiegen - von 62 Cent pro Liter auf 68 Cent. Bei einer typischen Bestellung von 3000 Litern macht das glatt 180 Euro aus. Dabei sind die Schwankungen enorm. Mitte Februar lag der günstigste Preis beim Heizölportal Esyoil sogar noch zeitweise bei knapp 56 Cent.

Solch niedrige Preise vom Jahresbeginn können Sie nicht zurückholen. Aber Sie können beim Einkauf des Heizöls mit Onlineportalen schnell Preisunterschiede von acht bis zehn Cent pro Liter realisieren und damit - auf gestiegenem Preisniveau - doch noch 300 Euro pro Tankfüllung im Vergleich zum teuersten lokalen Anbieter herausholen.

Und wenn Sie ein bisschen spekulieren wollen, können Sie bei den Portalen auch noch Preiswecker einstellen, die Sie alarmieren, wenn der Preis doch noch einen niedrigeren Stand erreichen sollte. Abwarten kann aber natürlich auch schiefgehen.

Und dann bleibt Ihnen natürlich immer noch die Möglichkeit, an der Heizung selbst zu schrauben. Ein neuer moderner Brenner bringt Brennstoffersparnisse von bis zu 25 Prozent - je nachdem, wie alt Ihre bisherige Anlage ist und welches Effizienzlabel sie trägt. Bezogen auf die 3000 Liter bedeutet das, Ihre Tankfüllung reicht statt 12 Monate jetzt 16 Monate. Oder andersherum: Sie haben fast 500 Euro in einem Jahr gespart.

Obendrein haben Sie auch deutlich weniger Stromverbrauch - denn moderne Heizungspumpen sind effizienter. Spätestens nach zwölf Jahren haben sie den neuen Brenner wieder heraus, mit staatlichen Zuschüssen auch schneller.

Wer noch mehr Hirnschmalz und Geld in seine Heizung steckt, kann sogar mehr herausholen.

Die drei wichtigsten Kniffe:

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