Womöglich wegen des Klimawandels Auf den Philippinen drohen zwei Millionen Kilo Mangos zu verrotten

Für die Bauern könnte es in einer Katastrophe enden: Die Philippinen haben viel zu viele Mangos in diesem Jahr. Nun greift die Politik ein.

Mango (Symbolbild)
REUTERS

Mango (Symbolbild)


Zwei Millionen Kilo, in zwei Wochen könnten sie verrottet sein: Auf den Philippinen wurden in den vergangenen Wochen zu viele Mangos geerntet. Für 35 Cent wird das Kilo deshalb derzeit in der philippinischen Hauptstadt Manila angeboten, wie unter anderem der "Guardian" berichtet. Das Landwirtschaftsministerium des südostasiatischen Inselstaats hat sogar ein eigenes Programm mit dem Namen "Metro Mango" ins Leben gerufen, um die Tropenfrüchte vor dem Verderben zu retten.

In Manila gibt es seit Montag eine Vielzahl von neuen Straßenverkaufsständen, wo Mangos unter die Leute gebracht werden. Die Preise reichen - je nach Qualität - von 35 bis 85 Euro-Cent pro Kilo. Wie Landwirtschaftsminister Manny Pinol mitteilt, wurden in den ersten drei Stunden des Programm bereits 15.000 Kilo Mangos verkauft.

Vermutet wird, dass die überdurchschnittlich gute Ernte mit dem Klimawandel zusammenhängt. Pinol macht das Wetterphänomen El Niño für die frühe Blüte und die hohe Produktion verantwortlich. Das vom Minister eingesetzte Programm soll den Bauern nun rasch helfen. Zudem soll ein Teil der Überproduktion auch im Ausland verkauft werden, in Ländern wie Japan, Südkorea, Dubai und Russland.

Auf dem internationalen Markt gehören die Mangos aus den Philippinen zu den besten der Welt. Der Export jedoch ist rückläufig. Grund dafür sind Befürchtungen wegen Schädlingsbefall und Rückständen von Chemikalien in den Früchten.

tin/dpa

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