Kostenlos nur für Gutverdiener Postbank schränkt Gratiskonten ein

Wegen extrem niedriger Zinsen: Deutschlands größte Privatkundenbank führt Gebühren für die bislang kostenlosen Girokonten ein. Ausgenommen sind nur junge Leute und Gutverdiener.
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Foto: JOHN MACDOUGALL/ AFP

Die Postbank rückt ab von ihrem Modell, auf Girokonten keine Gebühren zu erheben. Viele Kunden werden in Zukunft zur Kasse gebeten.

Das Unternehmen - mit 14 Millionen Kunden Deutschlands größte Privatkundenbank - führt ein Onlinekonto mit einer 1,90 Euro Grundgebühr pro Monat ein. Ein flexibles Konto mit einem Entgelt von 3,90 Euro gibt es für Kunden, die ihre Bankgeschäfte sowohl online als auch in Filialen abwickeln wollen.

Es soll zwar nach wie vor auch ein kostenloses Girokonto geben, allerdings nur für junge Leute und für Kunden mit einem Geldeingang von 3000 Euro pro Monat.

Das Geldhaus hatte vor knapp 20 Jahren erstmals Gratisgirokonten eingeführt. Durch die zurzeit extrem niedrige Niedrigzinsphase sei ihr die Möglichkeit der Quersubventionierung genommen worden, teilte das Unternehmen mit. Einige andere Banken und Sparkassen hatten in den vergangenen Monaten bereits Gebühren erhöht.

beb/dpa

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