Preisaufschlag Handelsketten machen Butter deutlich teurer

Preisschock zum Wochenanfang: In mehreren Supermarktketten ist Butter deutlich teurer geworden. Ein 250-Gramm-Stück kostet bei Aldi Süd, Penny, Edeka und Rewe jetzt 20 Cent mehr. Andere Einzelhändler könnten folgen, vermuten Experten.

Butter: Keine Ankündigung
DPA

Butter: Keine Ankündigung


Düsseldorf - Nach unzähligen Preissenkungsrunden macht der Lebensmittelhandel jetzt eine Kehrtwende: Die Discounter Aldi Süd und Penny sowie die Supermarktbetreiber Edeka und Rewe heben den Preis für Deutsche Markenbutter auf 1,05 Euro je 250-Gramm-Stück an - und damit um 20 Cent pro Stück. Diese Preiserhöhungen gelten für die jeweiligen Eigenmarken der Handelskonzerne wie milfina, gut und günstig und ja.

Erst vor zwei Wochen war Trinkmilch um zwei Cent je Liter bei großen Ketten teurer geworden. Im Unterschied zu Preissenkungen, die jeden Monat bei ausgewählten Artikeln vorgenommen werden, schalten Handelskonzerne bei den Preiserhöhungen keine Anzeigen.

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter begrüßte die höheren Preise für Butter. Es sei allerdings zu befürchten, dass Molkereien die Butterproduktion angesichts der Preisentwicklung ausbauten und die Butterpreise dann bei einem deutlich höheren Angebot wieder sinken könnten, sagte Sprecher Hans Foldenauer.

Die Nachfrage auf dem Weltmarkt steigt

Zumindest in einzelnen Filialen von Aldi Süd war der höhere Butterpreis schon am Montag zu zahlen. Bei Rewe koste Butter im untersten Preissegment ab diesem Dienstag 1,05 Euro und damit 20 Cent mehr, sagte ein Rewe-Sprecher in Köln. Das gelte auch für die Rewe-Discount-Tochter Penny. Auch bei Edeka werde die günstigste Butter um 20 Cent teurer und koste dann 1,05 Euro, sagte am Montag ein Edeka-Sprecher in Hamburg. Die Preiserhöhung sei bereits angelaufen.

Handelsexperten gehen davon aus, dass nun auch weitere Handelsketten den Butterpreis anheben. Hintergrund sei eine steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt. Deshalb hätten Molkereien bessere Verhandlungsvoraussetzungen mit den Handelskonzernen. Während bei Trinkmilch zumeist halbjährliche Kontrakte geschlossen werden, gelten die Butterlieferverträge häufig für einen beziehungsweise zwei Monate.

yes/dpa



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ender, 17.06.2009
1. Wahlfreiheit
Zitat von sysopSteigende Nachfrage, knappe Ressourcen, hohe Energiekosten: Die Preise für Lebensmittel werden laut OECD in den kommenden Jahren massiv steigen. Besonders betroffen sein werden vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern. Was kann getan werden?
Ganz klar: *Alle Politiker*, die nicht für Vermögenssteuern und Senkung von Politkergehältern, Diäten und Spesen *ABWÄHLEN!* ender
bcdb 17.06.2009
2.
Zitat von sysopSteigende Nachfrage, knappe Ressourcen, hohe Energiekosten: Die Preise für Lebensmittel werden laut OECD in den kommenden Jahren massiv steigen. Besonders betroffen sein werden vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern. Was kann getan werden?
Brachland in Ackerflächen umwandeln und den Arbeitslosen 2000 Euro pro Monat netto plus Schüppe und Harke in die Hand drücken und dann heißt's "Ab auf die Felder, Ihr Prinzen von Maine".
Mulharste, 17.06.2009
3.
Zitat von sysopSteigende Nachfrage, knappe Ressourcen, hohe Energiekosten: Die Preise für Lebensmittel werden laut OECD in den kommenden Jahren massiv steigen. Besonders betroffen sein werden vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern. Was kann getan werden?
Komischerweise werden die tueersten Rohprodkute (Schweine und Rindfleisch) nicht angehoben, aber alles andere?! Um im zuge der Verteuerung der futtermittel dann erst die Fleishcpreise? Ihr verscheissert uns!
ukw 17.06.2009
4. .
Zitat von sysopSteigende Nachfrage, knappe Ressourcen, hohe Energiekosten: Die Preise für Lebensmittel werden laut OECD in den kommenden Jahren massiv steigen. Besonders betroffen sein werden vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern. Was kann getan werden?
Lieber *Sys*tem *Op*erator, Vielen Dank für dieses Interessante Thema, wir alle haben darauf gewartet. Es funktioniert so: Schaffe ein Monopol (oder ein Quasi-Monopol) und dann erpresse diejenigen, die von Dir abhängig sind. Das funktioniert ganz gut z.B. bei Energie, Wasser, Rohstoffen, Krediten, Schornsteinfegern, Anwälten, Ärzten usw. *Warum nicht auch bei Lebensmitteln?* Essen muss jeder und Hunger ist ein prima Druckmittel. zudem kann man da nix lange hinauszögern, die Abstände, in denen ich mich mit Nahrung versorgen muss sind kurz. Die Frage muss erlaubt sein, warum die nicht schon ehr darauf gekommen sind. Da aber die Nachfrage nach Rohstoffen sehr nachgelassen hat und sich zu viele Anbieter auf dem Markt tummeln, ist der Spielraum für Erpressungen kleiner geworden. Warum sind die Bauern mit'm Traktor nach Berlin? *überleg* ach ja, die Milch - kostet derzeit 44 Ct pro Liter im Discounter !
Askan 17.06.2009
5.
Zitat von sysopSteigende Nachfrage, knappe Ressourcen, hohe Energiekosten: Die Preise für Lebensmittel werden laut OECD in den kommenden Jahren massiv steigen. Besonders betroffen sein werden vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern. Was kann getan werden?
Erst mal dafür sorgen, daß die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern wieder in die Gänge kommt. Aufgrund hoch subventionierter Exporte der Industrieländer in die Entwicklungländer gibt es dort kaum noch jemanden, für den sich die Landwirtschaft lohnt.
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