Plus vier Prozent Schlechte Ernte treibt Preise für Lebensmittel nach oben

Für Kartoffeln sind 40 Prozent, für Gurken 27 Prozent mehr Geld fällig als noch 2012: Lebensmittel haben sich einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge in diesem Jahr deutlich stärker verteuert als andere Waren. Ein Grund für den Preisanstieg sind die schlechten Ernten.

Obsttheke in Supermarkt: Kartoffeln viel teurer als 2012
DPA

Obsttheke in Supermarkt: Kartoffeln viel teurer als 2012


Berlin - Die Preise für Lebensmittel sind in diesem Jahr mehr als doppelt so stark gestiegen wie andere Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs. Im Schnitt verteuerten sich Lebensmittel um vier Prozent, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Bauernverbands. Verbandspräsident Joachim Rukwied wird am Mittwoch den Agrar-Report vorstellen.

Konkret stiegen die Preise für Kartoffeln demnach um 40 Prozent, für Gurken um 27 Prozent. Butter wurde um etwa ein Drittel teurer. Zum Vergleich: Zuletzt lag die Inflationsrate in der Bundesrepublik bei 1,3 Prozent, im Oktober sogar nur bei 0,7 Prozent.

Ein Grund für die hohen Lebensmittelpreise ist auch das aus Sicht der Landwirte schlechte Wetter. Im Fall der Kartoffeln etwa führten der lange Winter, das nasse Frühjahr und der teils heiße Sommer zu sehr bescheidenen Erträgen. Die kartoffelverarbeitende Industrie warnte bereits im August, Verbraucher müssten sich auf deutlich steigende Preise für Chips, Tiefkühlpommes oder Fertigpüree einstellen.

Auch bei Möhren, Brokkoli, Äpfeln oder Pflaumen rechnete der Bauernverband Ende August mit niedrigeren Ernten als im Vorjahr. Ausnahmen könnten allerdings Birnen, Beeren und Süßkirschen darstellen, die in diesem Jahr wohl besser gediehen sind als noch 2012.

Doch auch die weltweit gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln und die knappe Versorgungssituation bei vielen landwirtschaftlichen Rohstoffen treiben die Lebensmittelpreise. Für 2014 erwartet der Bauernverband dem Bericht zufolge einen schwächeren Anstieg der Lebensmittelpreise in Höhe der allgemeinen Inflationsrate von zwei Prozent.

fdi/dpa



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