Technische Störung Probleme bei Deutscher Flugsicherung sorgen für Verspätungen und Ausfälle

Eine Störung bei der Deutschen Flugsicherung hat für Verspätungen und auch Annullierungen bei Flügen gesorgt. Auch der größte deutsche Flughafen in Frankfurt ist betroffen. Mittlerweile soll das Problem behoben sein.
Passagiere am Frankfurter Flughafen (am 10. Juni): Viele Probleme im Luftverkehr

Passagiere am Frankfurter Flughafen (am 10. Juni): Viele Probleme im Luftverkehr

Foto: Ben Kilb / Bloomberg / Getty Images

Die Probleme im Luftverkehr reißen nicht ab: Am frühen Mittwochmorgen haben technische Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) den Flugverkehr im gesamten europäischen Luftraum eingeschränkt. Grund war ein Softwareproblem beim Aufspielen eines Updates im Kontrollcenter Langen, wie eine Sprecherin der bundeseigenen Einrichtung erklärte. Die Störung konnte demnach am Morgen wieder behoben werden.

Die Störung beeinträchtigte den Flugverkehr laut den Angaben zwischen 3 Uhr nachts und 9 Uhr morgens. Auch am Flughafen Frankfurt kam es nach Angaben des Betreibers Fraport zu Verzögerungen im Betriebsablauf und vereinzelten Flugausfällen. Die Abflugtafel auf der Homepage des Frankfurter Flughafens zeigte zwischen 7.30 Uhr und 9 Uhr rund 20 annullierte Flüge an. »Seit 9 Uhr steht das System wieder zu 100 Prozent zur Verfügung, die Störungen sind alle behoben«, sagte eine Sprecherin der DFS, deren Lotsen die Starts und Landungen an den 15 ausgewiesenen internationalen Flughäfen in Deutschland überwachen.

Wie viele Flüge insgesamt von den Störungen betroffen waren, konnte die DFS nicht sagen.

Das Center Langen kontrolliert den unteren Luftraum in der Mitte Deutschlands mit wichtigen Flughäfen wie Düsseldorf, Köln und Frankfurt. Das Gebiet reicht von Kassel bis zum Bodensee und von der französischen Grenze bis nach Thüringen. Überflüge sind nicht betroffen, weil sie von Lotsen im Center Karlsruhe überwacht werden.

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In den vergangenen Wochen hatte bereits der Personalmangel an den Flughäfen in Deutschland aber auch in anderen Ländern teilweise zu Chaos in der Abfertigung von Passagieren geführt.

Die drei zuständigen Bundesminister für Verkehr, Inneres und Arbeit, Volker Wissing (FDP), Nancy Faeser (SPD) und Hubertus Heil (SPD), stellen Maßnahmen zur kurzfristigen Abhilfe der Situation vor. So sollen befristet angestellte Hilfskräfte aus dem Ausland kurzfristig an den Flughäfen einspringen können und etwa bei der Gepäckabfertigung und beim Check-in aushelfen. Denn es fehlten vor allem Fachkräfte bei Bodendienstleistern und privaten Sicherheitsfirmen.

mmq/dpa/Reuters
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