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26. März 2015, 12:36 Uhr

Geringe Inflation

Reallöhne steigen - aber nicht für alle

Die niedrige Inflation macht es möglich: In Deutschland sind die Reallöhne 2014 so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebungen. Aber nur manche profitieren von dem Plus.

Wiesbaden - Zeit, mal wieder ordentlich shoppen zu gehen: Die Reallöhne der deutschen Arbeitnehmer sind 2014 so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2008. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes führte vor allem die geringe Preissteigerung zu einer Reallohnsteigerung von 1,7 Prozent, wie die Behörde mitteilte.

Die Statistiker korrigierten damit ihre vorläufigen Zahlen vom Februar um 0,1 Prozentpunkte nach oben. 2013 waren die Reallöhne in Deutschland um 0,1 Prozent gesunken, 2012 um 0,5 Prozent gestiegen.

Die Nominallöhne stiegen 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent. 2013 hatte es ein Plus von 1,4 Prozent, 2012 von 2,5 Prozent gegeben. Da die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr aber nur um 0,9 Prozent zulegten, hatten die Beschäftigten real mehr Geld.

Höchste Gehälter bei Banken

Den Angaben zufolge profitierten vor allem höher qualifizierte Arbeitnehmer von dem Lohnanstieg. So war der nominale Verdienstzuwachs der Arbeitnehmer in leitender Stellung mit einem Plus von 4,1 Prozent überdurchschnittlich hoch. Die Verdienstanstiege Angelernter und Ungelernter lagen mit 1,5 und 1,2 Prozent deutlich unterhalb der Gesamtentwicklung.

Einschließlich Sonderzahlungen verdienten Vollzeitbeschäftigte 2014 in Deutschland durchschnittlich 46.575 Euro brutto. Die höchsten Durchschnittsverdienste wurden bei Banken und Versicherungen (68.104 Euro) sowie im Bereich Information und Kommunikation (63.591 Euro) bezahlt.

Die niedrigsten durchschnittlichen Bruttojahresverdienste bekamen Arbeitnehmer im Gastgewerbe mit 26.455 Euro. Die Statistiker betonten jedoch, dass knapp zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten weniger verdienten als den Durchschnittswert. Das restliche Drittel würde überdurchschnittlich bezahlt.

mka/dpa/Reuters

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