Rekordtief Zinsen auf Bundesanleihen fallen ins Bodenlose

So wenig Zinsen hat es noch nie für Bundesanleihen gegeben: Die Rendite für langjährige Papiere liegt inzwischen bei unter drei Prozent - doch Anleger lassen sich davon nicht abschrecken: An den Märkten wird noch immer befürchtet, dass sich die Weltkonjunktur nicht nachhaltig erholt.

Bundesfinanzminister Schäuble: Günstig an frisches Geld kommen
AP

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Frankfurt am Main - Bundesanleihen befinden sich im Zinstal: Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere ist auf einem Rekordtief angekommen. Am Donnerstag lag sie bei 2,3 Prozent. Auch die Rendite der Bundesanleihe mit einer 30-jährigen Laufzeit rutschte Mitte der Woche erstmals unter drei Prozent.

Zehnjährige Bundesanleihen: Rendite erreicht Rekordtief
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Zuletzt hatte eine Reihe schwacher US-Konjunkturdaten Zweifel an einer anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft geschürt. Analysten sehen zudem die europäische Schuldenkrise noch nicht als ausgestanden an.

Bei der Flucht in die als extrem sicher geltenden Bundesanleihen nehmen Anleger daher sogar die niedrigsten Zinsen in Kauf. Die Staatspapiere sind derzeit hoch im Kurs. Doch was für Anleger ungünstig ist, ist gut für Deutschland. Denn die niedrigen Renditen helfen dem Finanzministerium dabei, günstig an frisches Geld zu kommen. Auch Hausbauer dürften sich freuen.

30-jährige Bundesanleihen: Zinsen auf Talfahrt
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30-jährige Bundesanleihen: Zinsen auf Talfahrt

yes/dpa-AFX/Reuters



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