Rente, Kindergeld, Porto Das ändert sich zum 1. Juli

Die erste Hälfte des Jahres ist vorbei - die zweite bringt eine Reihe von Änderungen: Briefe verschicken wird teurer, Rentner und Eltern bekommen mehr Geld.

Familie auf Hiddensee: Mehr Kindergeld ab Juli
DPA

Familie auf Hiddensee: Mehr Kindergeld ab Juli


An diesem Montag beginnt der Juli - Stichtag für einige Änderungen bei Familienleistungen und Preisen:

  • Mehr Kindergeld:
    Ab dem 1. Juli 2019 wird das Kindergeld um zehn Euro pro Kind erhöht. Konkret beträgt es künftig für das erste und das zweite Kind jeweils 204 Euro monatlich (bisher 194 Euro), für das dritte Kind 210 Euro (bisher 200 Euro) und für jedes weitere Kind 235 Euro (bisher 225 Euro).
    Außerdem steigt in diesem Jahr der Kinderfreibetrag bei der Einkommensteuer, für beide Elternteile zusammen um 192 Euro im Jahr pro Kind auf 7620 Euro.
  • Mehr Rente:
    Wer gesetzliche Rente erhält, bekommt die deutlichen Lohnsteigerungen für Arbeitnehmer in letzter Zeit nun auch zu spüren. Denn die Rentenerhöhung orientiert sich an der Lohnentwicklung.
    Ab Juli steigen die Renten daher relativ stark: in Westdeutschland um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent. Dadurch nähern sich die Renten in Ost und West weiter an. Inzwischen beträgt der Rentenwert Ost 96,5 Prozent des Rentenwerts West.
  • Höheres Briefporto:
    Kräftig erhöht die Deutsche Post nun die Preise für Briefsendungen - betont aber, dass dies nach "mehr als drei Jahren Preisstabilität" geschehe. Die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde hatte dem Konzern einen Preiserhöhungsspielraum von 10,6 Prozent eingeräumt.
    Konkret kostet das Porto für einen Standardbrief nun 80 Cent (statt bisher 70), ebenfalls um zehn Cent verteuert sich das Porto für Kompakt-, Groß- und Maxibrief.
    Eine Postkarte kostet nun 60 Cent (statt bisher 45). Das Porto für Auslandssendungen steigt um 20 Cent, Einschreiben werden um fünf Cent teurer.
    Immerhin sollen diese Portopreise nun bis Ende 2021 gelten.

Anmerkung der Redaktion: Zum 1. Juli wird das Kindergeld erhöht - nicht aber das Elterngeld, wie es die Dachzeile zuerst nahelegte. Wir haben die Überschrift geändert.

fdi



insgesamt 40 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
mesut_çel 01.07.2019
1. Elterngeld?
und welche Änderung gibt es nun beim Elterngeld? Oder beziehen Sie sich damit in der Überschrift fälschlicherweise auf das Kindergeld?
dr. kaos 01.07.2019
2. Warum.....
.... dieser blöde Satz am Ende des Abschnitts über das Porto? Erstens war das Porto tatsächlich l#ängere Zeit stabil und zweitens MUSS auch die Post (die schon lange eigenwirtschaftlich tätig ist und keine Behörde mehr) Gewinn machen, sonst haben wir sie irgendwann nicht mehr. Und dann? Brieftauben und reitender Bote? Bei einem Unternehmen mit hohem Briefaufkommen mögen 10 Cent in der Masse ein großer Batzen sein. Aber diese Firmen haben auch meist Verträge als Großkunde mit ganz anderen Konditionen. Un d wie viele Briefe hat der Red. aus eigener Tasche bezahlt in den letzten 12 Monate und wie viele 10 Cent hat er dafür ausgeben müssen? Wetten, keinen ganzen Euro.
MWMW 01.07.2019
3.
Die Kindergelderhöhung wird centgenau vom Unterhaltsvorschuss abgezogen. Also verpufft diese, wie jede andere Erhöhung. Diese Erhöhung kommt keinem Alleinerziehendem, ohne Unterhalt vom Ex-Partner, zu Gute.
spinatnudel 01.07.2019
4. Elterngeld? 10prozent?
Also es steht leider nichts zum Elterngeld in dem Artikel, war in der Überschrift vielleicht wirklich Kindergeld gemeint?Ich hatte mich schon gefreut :( ... Und wenn das Porto von bisher 70 Cent auf 80 Cent erhöht wird verstehe ich nicht wie das 10,7 Prozent entsprechen soll???
gorontalo 01.07.2019
5. Briefporto
Ich finde, die Portoerhöhung geht absolut in Ordnung. 80 Cent dafür, dass ein Brief zu einem beliebigen Haus in ganz Deutschland zugestellt wird, finde ich immer noch ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Es ist auch in Ordnung, dass die Post im Rahmen der Erhöhung darauf hinweist, dass der Preis längere Zeit stabil war, um Kritikern die Relation aufzuzeigen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.