Rekord beim bundesweiten Durchschnittswert Diesel kostet erstmals mehr als 1,60 Euro pro Liter

Die Preise an der Zapfsäule erreichen neue Höchstwerte. Wer Diesel tankt, muss pro Liter fast 37 Cent mehr zahlen als vor einem Jahr. Auch Super wird immer teurer.
Zapfpistole in München: Die Preise steigen und steigen

Zapfpistole in München: Die Preise steigen und steigen

Foto: Tobias Hase/ picture alliance / dpa

Wer Diesel fährt, muss derzeit so tief in die Tasche greifen wie nie zuvor. Erstmals hat der Liter Kraftstoff beim bundesweiten Tagesdurchschnitt die Marke von 1,60 Euro überschritten, wie der ADAC bekannt gab. Vor einer Woche war der Diesel noch 1,6 Cent billiger. Ähnlich ist die Lage beim Superbenzin der Sorte E10, das derzeit 1,672 Euro pro Liter kostet – allerdings noch immer 3,7 Cent weniger als zum Allzeithoch im Jahr 2012.

Die Spritpreise folgen mit ihrem Anstieg dem Ölpreis, der zuletzt weiter zugelegt hatte. Und der Trend könnte weitergehen – am Mittwoch erreichten die wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI siebenjährige Höchststände. Der Ölpreis hatte zuletzt stark angezogen, unter anderem aufgrund der Unruhen im Förderland Kasachstan und der geringeren Förderung Erdöl exportierender Länder. Zugleich steigt die Nachfrage laut Energieagentur IEA trotz der Omikron-Welle langsam in Richtung Vor-Pandemie-Niveau.

37 Cent teurer als vor einem Jahr

Drastisch ist der Anstieg insbesondere beim Vergleich auf Jahressicht. Im Januar 2021 war Diesel im Monatsdurchschnitt noch fast 37 Cent pro Liter billiger als am Dienstag. Bei Super E10 beträgt der Unterschied gut 32 Cent.

Die Spritpreise hatten aber auch im vergangenen Jahr stark fluktuiert. Das letzte Allzeithoch erreichte der Diesel im Herbst, Super schrammte nur knapp an seinen Rekordwerten vorbei. Der November war bislang der teuerste Tankmonat aller Zeiten. Danach sanken die Preise zunächst einige Wochen, bevor es wieder nach oben ging.

rai/dpa

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