April Spritpreise erreichen erstes Hochplateau des Jahres

Die Spritpreise haben im April ein bisheriges Jahreshoch erreicht. Dabei verteuerte sich Benzin deutlich stärker als Diesel - und der ADAC rechnet mit weiteren Preissteigerungen.

Tankstelle in Hamburg: Aktuelles Hoch bleibt nur ein Zwischenspiel
Christophe Gateau / DPA

Tankstelle in Hamburg: Aktuelles Hoch bleibt nur ein Zwischenspiel


Wer im April Auto gefahren ist, musste dafür mehr bezahlen als in den Monaten zuvor. Denn die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen haben laut ADAC im Ostermonat ihr bisheriges Jahreshoch erreicht. Ein Liter Super-E10-Benzin kostete im Mittel 1,44 Euro, teilte der Automobilclub mit. Das war ein Anstieg um neun Cent im Vergleich zum Vormonat März. Der Liter Diesel verteuerte sich demnach um 1,4 Cent auf 1,28 Euro.

Im Vergleich zum Januar war der Anstieg der Durchschnittspreise noch deutlicher: Bei Super E10 betrug er zwölf und bei Diesel rund vier Cent je Liter. Autofahrern empfiehlt der ADAC, die Schwankungen der Preise im Tagesverlauf zu beachten. (Um diese Uhrzeit tanken Sie am günstigsten.)

Der ADAC führte den deutlichen Anstieg auf die Entwicklung an den internationalen Rohölmärkten seit Jahresbeginn zurück. Zum 1. Mai treten neuen Sanktionen der USA gegen das Exportland Iran in Kraft, das verschärfe den Preisauftrieb weiter. (Lesen Sie hier, wie der Sommer für Autofahrer günstig wird.) Die Dieselpreise seien weniger als die für Benzin gestiegen, weil mit dem Ende des Winters weniger Heizöl verbraucht worden sei. Heizöl und Diesel sind chemisch nahezu identisch.

kko/AFP

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insgesamt 8 Beiträge
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SPONNY7 02.05.2019
1. fossiler Kraftstoff ist weiterhin viel zu billig
... weiter so! Das Verfeuern eines jeden Liters/jeden Kilogramms fossilen Kraftstoffs muss (fast) weh tun. Damit wirklich nur noch die wirklich notwendigen Kilometer in der wirklich notwendigen Geschwindigkeit in dem wirklich notwendigen Gefährt zurückgelegt werden - zwecks Schmerzreduktion. Weg mit dem steuerlichen Diesel-Privileg, weg mit der steuerlichen Begünstigung beliebig groß dimensionierter Firmen- und Dienstwagen, weg mit der steuerlichen Absetzbarkeit beliebiger laufender Betriebskosten dieser Firmen- und Dienstwagen hin zu einer niedrig angesetzten Pauschale auf Grundlage z.B. eines CNG-Ibiza. Alles darüber hinaus muss die Firma selbst tragen. Neben dem Tachometer sollte in Zukunft gleich ein Eurometer angezeigt werden, das kontinuierlich die verbrannten Euros anzeigt und rot pulsiert, wenn ineffizient gefahren wird. Technisch könnte sogar verwirklicht werden, dass ineffiziente Fahrweise extra kostet. Anders werden wir und insbesondere die Ignoranten unter uns die Endlichkeit unserer Ressourcen nicht lernen. Analoge Lösungen für E-Mobile und LKW.
oldman2016 02.05.2019
2. Ölschwemme
Ich halte die PreDieissteigerungen an Deutschlands Tankstellen für temporär. Es war schon immer so, dass vor den Quartalsberichten der Ölkonzerne die Preise erhöht worden sind, um die künftigen Umsätze und Erträge schön zu rechnen. Da die Rohlölvorkommen der Erde nahezu unerschöplich sind, wird der Tankstellenpreis auch wieder sinken. Und dies selbst dann, wenn die Nachfrage wegen der Neuzulassung von weltweit mehrer Millionen zusätzlichen Kraftfahrzeugen pro Jahr steigt. Zuweltweit betrachtet m Glück sinkt der durchschnittliche Treibstoffverbrauch für die weltweite Fahrzeugflotte kontinuierlich. In wenigen Jahren liegt der Durschschnittsverbrauch unter einem Liter je gefahrene hundert Kilometer. Ok, ist vielleicht zu optimistisch.
sge170868 02.05.2019
3. Zu1
Schauen sie sich mal das Diesel Privileg an! Das gibt es nicht
ArnoNym 02.05.2019
4. Physik?
Zitat von oldman2016Ich halte die PreDieissteigerungen an Deutschlands Tankstellen für temporär. Es war schon immer so, dass vor den Quartalsberichten der Ölkonzerne die Preise erhöht worden sind, um die künftigen Umsätze und Erträge schön zu rechnen. Da die Rohlölvorkommen der Erde nahezu unerschöplich sind, wird der Tankstellenpreis auch wieder sinken. Und dies selbst dann, wenn die Nachfrage wegen der Neuzulassung von weltweit mehrer Millionen zusätzlichen Kraftfahrzeugen pro Jahr steigt. Zuweltweit betrachtet m Glück sinkt der durchschnittliche Treibstoffverbrauch für die weltweite Fahrzeugflotte kontinuierlich. In wenigen Jahren liegt der Durschschnittsverbrauch unter einem Liter je gefahrene hundert Kilometer. Ok, ist vielleicht zu optimistisch.
Und wie genau soll das funktionieren? Die Physik schert sich nicht darum, wo die Politik irgendwelche Grenzwerte hinlegt. Oder reden Sie von Phantasiezahlen auf dem Papier (wie beim NEFZ).
oldman2016 02.05.2019
5. Was kümmert die Politik irgendwelche physikalischen Gesetze
Zitat von ArnoNymUnd wie genau soll das funktionieren? Die Physik schert sich nicht darum, wo die Politik irgendwelche Grenzwerte hinlegt. Oder reden Sie von Phantasiezahlen auf dem Papier (wie beim NEFZ).
Vor langer Zeit habe ich einmal gelesen, dass vom Energiegehalt eines Liters Benzin weniger als 50 Prozent als Antriebsenergie auf der Straße ankommt. Der Rest soll nicht genutzte Abwärme sein. Und weil das so ist, haben die Grünen vor langer Zeit von einem 3-Liter Auto geschwafelt. Damit sind die Grünen doch genau auf meiner Linie. Schwachsinn reden, fernab jeglicher wissenschaftlichen Fakten.
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