Mehr als neun Cent Differenz Spritpreise in den Bundesländern unterscheiden sich ungewöhnlich stark

Der ADAC hat die Benzinpreise in den Bundesländern untersucht und festgestellt, dass sie sich teilweise erheblich voneinander unterscheiden. Am günstigsten tankt es sich demnach im Süden und Südwesten.
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Die Spritpreise in Deutschland unterscheiden sich derzeit ungewöhnlich stark in den Bundesländern. Laut ADAC liegen zwischen den teuersten und den günstigsten Ländern sowohl bei Diesel als auch bei Superbenzin der Sorte E10 mehr als neun Cent. Am günstigsten tankt es sich demnach im Saarland und in Bayern.

Super E10 kostete demnach am Dienstag um 11.00 Uhr in Bayern 2,046 Euro pro Liter, im Saarland waren es 2,057 Euro und in Baden-Württemberg 2,070. In Sachsen-Anhalt am anderen Ende der Skala wurden dagegen 2,140 Euro fällig, in Brandenburg 2,137 und in Bremen 2,130.

Bei Diesel ist das Saarland am günstigsten: Mit 1,996 Euro liegt es als einziges Bundesland unter der Marke von zwei Euro. Dahinter folgten Rheinland-Pfalz mit 2,004 und Bayern mit 2,010 Euro pro Liter. Am anderen Ende der Skala liegen Schleswig-Holstein mit 2,091 Euro, Bremen mit 2,072 und Mecklenburg-Vorpommern mit 2,057 Euro je Liter.

Ölpreis steigt wegen Hoffnung auf Lockdown-Ende in China

Die Ölpreise haben an diesem Dienstag etwas zugelegt. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 115,03 US-Dollar. Das waren 79 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 65 Cent auf 114,84 Dollar.

»Der Preisanstieg ist auf Optimismus zurückzuführen, dass der Corona-Lockdown in Shanghai gelockert werden könnte«, sagte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Es verweist auf Aussagen des stellvertretenden Bürgermeisters, laut denen die Einschränkungen bis zum 1. Juni aufgehoben werden könnten.

In der 25-Millionen-Einwohner-Metropole Shanghai wurden den dritten Tag in Folge keine Neuinfektionen gemeldet, was als Bedingung für eine Milderung der scharfen Virusmaßnahmen gilt. »Der seit Ende März währende Lockdown in Shanghai war ein spürbarer Belastungsfaktor für die Ölnachfrage«, schreibt Fritsch. China ist einer der größten Ölverbraucher der Welt.

hej/dpa
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