Streik bei der Post Eine Million Pakete nicht weitertransportiert

Im Tarifstreit bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Ver.di zu bundesweiten Streiks aufgerufen. Wer auf ein Paket oder einen Brief wartet, muss mit Verzögerungen rechnen.
Bleiben liegen: Pakete in einem Paketzentrum von Deutsche Post und DHL (Symbolbild)

Bleiben liegen: Pakete in einem Paketzentrum von Deutsche Post und DHL (Symbolbild)

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Julian Stratenschulte/ DPA

Durch Warnstreiks bei der Post sind am Samstag nach Unternehmensangaben bundesweit rund eine Million Pakete beziehungsweise 15 Prozent der üblichen Paketmenge nicht befördert worden. Außerdem seien rund drei Millionen Briefe liegen geblieben, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt seien rund 9400 Beschäftigte dem Streikaufruf gefolgt. Damit habe etwas mehr als ein Drittel der Diensthabenden am Samstag die Arbeit verweigert.

15 Prozent mehr Lohn gefordert

Ver.di hatte zu bundesweiten Ausständen in den Brief- und Paketzentren der Post aufgerufen. Am Donnerstag war auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem Bonner Konzern und der Gewerkschaft ohne greifbare Ergebnisse geblieben.

Ver.di fordert 15 Prozent mehr Lohn für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Post hatte die Gehaltsforderung bereits mehrfach als realitätsfern abgewiesen. Das Unternehmen hatte angekündigt, in der dritten Verhandlungsrunde am 8. und 9. Februar ein Angebot auf den Tisch legen zu wollen.

mas/Reuters
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