Berater der Bundesregierung Experten empfehlen 40 Cent Fleischsteuer pro Kilo

Eine Gruppe Experten soll für die Bundesregierung Vorschläge für Verbesserungen in der Tierhaltung erarbeiten. Laut einem Medienbericht will das Gremium die Einführung einer Fleischsteuer empfehlen.
Angebote einer Fleischerei in Niedersachsen

Angebote einer Fleischerei in Niedersachsen

Foto: Christophe Gateau/ DPA

Wie lassen sich die Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung verbessern - und zugleich die daraus für Bauern folgenden Kosten finanzieren? Im Interesse einer besseren Tierhaltung diskutieren Regierungsberater derzeit die Möglichkeit eines Steueraufschlags für Fleischprodukte. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, steht dieser Vorschlag in einem Entwurf für Empfehlungen, die das sogenannte Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung derzeit im Auftrag der Bundesregierung erarbeite.

Demnach könnte der Preisaufschlag für Fleischprodukte bei 40 Cent pro Kilogramm liegen. Auch andere tierische Produkte sollten nach diesem Vorschlag zusätzlich besteuert werden: 2 Cent pro Kilo Milch, Milchprodukte und Eier sowie 15 Cent pro Kilo Käse, Butter oder Milchpulver.

Die Zusatzeinnahmen sollten nach den Vorstellungen der Autoren genutzt werden, um den Bauern "die höheren Kosten tiergerechter Haltungsverfahren [...] zu einem hohen Anteil von insgesamt 80 bis 90 Prozent auszugleichen", zitiert die Zeitung aus dem Entwurf.

Eine Verbrauchsteuer zusätzlich zur Mehrwertsteuer auf Fleischprodukte ist seit einiger Zeit im Gespräch. Zuletzt hatte der Grünenvorsitzende Robert Habeck von der Bundesregierung ein Verbot von Ramschpreisen bei Lebensmitteln gefordert. Er schlug einen "Tierschutzcent" auf tierische Produkte vor. Diesen kleinen Preisaufschlag würde der Verbraucher an der Kasse kaum merken, argumentierte Habeck.

beb/dpa
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