Prognose In zehn Jahren könnte Steak aus Kunstfleisch sein

Imitate könnten echtes Fleisch in den nächsten Jahren mehr und mehr verdrängen, prognostiziert eine neue Studie. Demnach könnten pflanzliche Produkte und Kunstfleisch bis 2030 bereits einen Marktanteil von 28 Prozent erreichen.

Kunstfleisch aus dem Labor
Mosa Meat

Kunstfleisch aus dem Labor

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Die Fleischbranche muss sich in den kommenden Jahren auf einen gewaltigen Umbruch einstellen. Das sagt zumindest eine aktuelle Erhebung der Unternehmensberatung A.T. Kearney voraus, für die Experten und Unternehmen weltweit befragt wurden und die dem SPIEGEL vorliegt.

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Demnach könnte der Absatz von veganen Fleischimitaten und künstlichem Fleisch in den nächsten Jahren explosionsartig wachsen - zu Lasten des herkömmlichen Fleischverzehrs.

Laut der Studie dürfte der Marktanteil von Fleischersatz aus Pflanzen und Fleisch aus Zellkulturen bis 2030 auf 28 Prozent des gesamten Fleischmarkts anwachsen. Das entspräche einem Umsatz von knapp 400 Milliarden Dollar. 2040 könnte der Marktanteil der Fleischalternativen sogar 60 Prozent betragen.

Die Autoren erwarten, dass im Labor gezüchtetes Kunstfleisch bis dahin genauso schmeckt und aussieht wie echtes Fleisch und ähnlich viel kostet. Bislang ist es nicht marktreif und sehr teuer. Bei einem Preis von 40 Dollar pro Kilo Kunststeak könnte Laborfleisch massentauglich werden, so die Experten von A.T. Kearney. Diese Schwelle könnte 2030 erreicht sein.

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insgesamt 58 Beiträge
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AASAA 17.05.2019
1. Nun denn, wohl kaum ein großer Wurf,
gemessen an dem, was uns die Industrie heute schon alles als "Lebensmittel" andreht.
Mehrleser 17.05.2019
2.
Kunstfleisch? Gibt es schon längst, nennt sich "Frikandel".
mullertomas989 17.05.2019
3. Das wird's werden!
Definitiv ein großer Wurf, denn der gesellschaftliche Wind dreht sich mehr und mehr gegen die klima-, umwelt- und artenschädliche Fleischproduktion. Wenn es dann quasi echtes Fleisch ohne all die Nachteile gibt, dürfte das für sehr viele Menschen intetessant sein. Denn durchaus die Mehrheit der Deutschen orientiert sich an Fakten - und für die Umwelt ist so eine Umstellung eben faktisch besser.
tschosl 17.05.2019
4. Falscher Begriff
Es gibt nur Fleisch und Wurst, basta, alles andere ist Kunststoff, oder Vegi Food, die Franzosen sind uns da in der Gesetzgebung voraus!
rigoh 17.05.2019
5. Der Anteil
wird sich bei mir um die 0% bewegen. Wenn ich mir ein Stück gutes, wenn auch teures Fleisch kaufe dann ist es ECHT. Zur Not kann man in der Nähe ein Anteil von einem lebenden Rind kaufen und ich bekomme mein Stück nach der Schlachtung. Oder verkaufe meine Anteil mit Gewinn,was sicher nicht passiert.
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