Durchschnittlich 56 Kilo im Jahr In Deutschland werden weniger frische Kartoffeln gegessen – dafür mehr Pommes

Kartoffeln sind nicht mehr so beliebt wie vergangenes Jahr. Drei Kilo weniger haben die Menschen hierzulande im Schnitt gegessen. Beliebt bleibt: die verarbeitete Knolle, vielleicht auch wegen der Coronalockerungen.
Ein Kartoffelkorb auf einem Feld: Der Pro-Kopf-Verbrauch von Speisefrischkartoffeln ging um 3,7 Kilogramm zurück

Ein Kartoffelkorb auf einem Feld: Der Pro-Kopf-Verbrauch von Speisefrischkartoffeln ging um 3,7 Kilogramm zurück

Foto: Michael Reichel / dpa

Menschen in Deutschland essen wieder weniger Kartoffeln. Insgesamt lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln, Pommes frites, Chips und Co. im Wirtschaftsjahr 2021/22 mit gut 56 Kilogramm um mehr als drei Kilogramm unter dem Vorjahresniveau, wie das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) mitteilte.

Gesunken ist den vorläufigen Zahlen der Experten zufolge vor allem die Nachfrage nach Speisefrischkartoffeln. Hier sank der Verbrauch um 3,7 Kilogramm auf 20,3 Kilogramm. Bei Kartoffelerzeugnissen wie Pommes frites, Kartoffelsalat oder Chips stieg der Pro-Kopf-Konsum dagegen um 200 Gramm auf 35,8 Kilogramm.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Auslöser seien möglicherweise die coronabedingten Lockerungen sowie ein warmer und sehr sonniger Frühling 2022, schrieb das Informationszentrum. Beides könnte demnach zu einem weiter steigenden Außer-Haus-Verzehr geführt haben, kurz: Statt selbst Kartoffeln zu kochen, haben die Menschen viel in Imbissen und Restaurants gegessen – und sind dort wohl auch auf Gerichte ohne Kartoffeln umgestiegen.

Im Wirtschaftsjahr 2021/22, das den Zeitraum von Juli 2021 bis Juni 2022 umfasst, deckte die heimische Erzeugung den inländischen Bedarf an Kartoffeln nach Angaben des BZL zu 150 Prozent. Dies sei ein Plus von sieben Prozentpunkten zum Vorjahr. Insgesamt wurden im Wirtschaftsjahr 2021/22 rund sechs Millionen Tonnen Kartoffeln als Frischware oder in Form verarbeiteter Erzeugnisse ausgeführt. Demgegenüber standen Einfuhren von rund 2,5 Millionen Tonnen. Deutschland sei somit Nettoexporteur von Kartoffeln und deren Erzeugnissen.

kko/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.