Niedrige Zinsen Verbraucherschützer warnen vor Bausparverträgen

Extrem niedrige Darlehenszinsen lassen Bausparverträge als eine attraktive Geldanlage erscheinen. Doch Verbraucherschützer warnen im SPIEGEL: Die günstigen Kredite müssten sich Bausparer mit vielen Nachteilen erkaufen.
Einfamilienhaus (Architekturmodell): Augen auf im Zinstief

Einfamilienhaus (Architekturmodell): Augen auf im Zinstief

Foto: Jan Woitas/ picture alliance / dpa

Verbraucherschützer raten vom Neuabschluss eines Bausparvertrags ab – trotz der historisch günstigen Zinsen um 1,5 Prozent, die die Bausparkassen für ein Baudarlehen verlangen. Tatsächlich nämlich seien die Konditionen in der Ansparphase oftmals deutlich schlechter. "Alle, die heute solchen günstigen Darlehenszinsen hinterherjagen, müssen sich das über miserable Guthabenzinsen teuer erkaufen", kritisiert Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen.

Der Branchenverband der Privaten Bausparkassen verbuchte für das erste Halbjahr 2013 ein Plus von mehr als 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein der Marktführer Schwäbisch Hall konnte 470.000 Bausparer gewinnen. Das Unternehmen hatte sich zuletzt mit emotionalen Werbespots und speziellen Angeboten um jüngere Kunden bemüht. Auch andere versuchen, bei der Generation unter 25 Jahren zu punkten. Wüstenrot wirbt mit einer Kampagne bei YouTube, BHW bietet spezielle Verträge für Junge an.

"Die meisten, die einen Bausparvertrag unterschreiben, verstehen gar nicht, was sie da kaufen", sagt Christian Schmid-Burgk von der Hamburger Verbraucherzentrale. Als Alternative zur Hausfinanzierung raten die Verbraucherschützer zu einem Annuitätendarlehen, für eine sichere Geldanlage empfehlen sie einen Banksparplan.

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