Abgasskandal 15.000 weitere Diesel-Kunden klagen gegen VW

Neue Runde im Rechtsstreit zwischen Volkswagen und seinen Kunden: Tausende Autofahrer mit einem manipulierten VW-Diesel haben eine Klage beim Landgericht Braunschweig eingereicht.

Volkswagen: Milliardenzahlung in den USA - doch auch in Deutschland wollen Kunden eine Entschädigung
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Volkswagen: Milliardenzahlung in den USA - doch auch in Deutschland wollen Kunden eine Entschädigung


Exakt 15.374 Besitzer manipulierter Diesel haben am Montag über die Internetplattform myright.de eine Schadenersatzklage gegen Volkswagen eingereicht. Begleitet von einem großen Medienaufgebot fuhren dafür etwa 50 Betroffene gemeinsam in einem Bus am Landgericht Braunschweig vor.

Laut myright beläuft sich die Schadensumme auf mehr als 350 Millionen Euro. Für die Geschädigten verlange man Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgabe der Fahrzeuge.

"Deutsche Kunden sind nicht Kunden zweiter Klasse. Sie haben dieselben Rechte und Ansprüche wie US-Kunden", sagte Christopher Rother von der US-Kanzlei Hausfeld. Das sei die Botschaft an Volkswagen, den Bund und das Land Niedersachsen.

Nach Angaben eines VW-Sprechers wurde bislang in gut 900 zivilrechtlichen Fällen entschieden - und in 70 bis 75 Prozent dieser Fälle hätten die Richter die Klage abgewiesen. Insgesamt seien gut 7000 zivilrechtliche Verfahren anhängig.

ssu/dpa-AFX



insgesamt 40 Beiträge
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wannbrach 06.11.2017
1.
Noch immer sind die Schuldigen bei VW nicht ermittelt, das stinkt doch zum Himmel.
fatherted98 06.11.2017
2. Passiert nichts....
...in Deutschland. Wäre das erste mal das zu Gunsten des Verbrauchers mit Rücknahme und Schadenersatz geurteilt wird. Es wird Nachgebessert....und damit ist gut...alle Kläger werden hinten runter fallen.
pr8kerl 06.11.2017
3. Nie im Leben wieder einen VW oder Audi
Ich bin mit meinem Audi Q3 betroffen und bei der Sammelklage dabei. Von der ersten Landgerichts-Runde erwarte ich mir nichts, aber dann vom Oberlandesgericht. Es kann nicht sein dass man in Deutschland belogen und betrogen wird und die Landgerichte machen mit. Wie auch immer es ausgeht, VW und Audi sehen mich als Käufer nie wieder.
havit 06.11.2017
4. Wie lange schaut die deutsche Regierung und Justiz hier noch zu?
Betrug in millionenfacher Ausfertigung, alles schriftlich bewiesen. Wie können da die Autobosse und Manager noch frei herumlaufen und tun wie wenn nichts geschehen wäre. In jedem Kraftfahrzeugbrief- und Schein ist alles niedergelegt. Braucht hier unsere Justiz Nachhilfe von Gutachtern die nicht von der Autolobby geschmiert wurden. KBA, Verkehrsministerium und deren Nochchef Dobrindt gehören wie die Autobosse Müller und Stadler auf die Anklagebank. Nun die Mitarbeiter schützen wollen ist kein Argument mehr, alle haben die Hand aufgehalten. Mitarbeiter -Boni bei VW bis zu 10.000,00€ im Jahr. Millionenabfindungen für nicht mal einjährige Betriebszugehörigkeit. Toyota schreibt "Nichts ist unmöglich", bei VW und Audi ist alles möglich. Die Betrogenen müssen entschädigt werden, egal ob es den Herstellern anschließend etwas schlechter geht. Und der Regierung und Justiz kann nur geraten werden hier sehr aufmerksam zu bleiben.
Daggobert 06.11.2017
5. Den VW-Konzern einfach mal meiden...
Ich kapiere das nicht. Die Leute klagen, regen sich auf und meckern rum und als nächstes Fahrzeug steht wieder ein Auto aus dem VW-Konzern vor der Tür. Der VW-Konzern meldete vor kurzen Rekordverkaufszahlen und freut sich nen Loch in den Bauch... Die einzige Sprache die dieser extrem arrogante Konzern verstehen würde wären deutlich rückläufige Verkaufszahlen...
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