Wasser, Gas und Co. So teuer sind Deutschlands Städte

In Köln müssen die Bürger mehr für Müllentsorgung zahlen, in Leipzig steigen die Strompreise - die Betriebskosten in Deutschlands Großstädten haben sich im vergangenen Jahr extrem unterschiedlich entwickelt. SPIEGEL ONLINE zeigt, wer Geld spart und wer mehr zahlen muss.
Heizkostenabrechnung: Erdgas und Fernwärme billiger

Heizkostenabrechnung: Erdgas und Fernwärme billiger

Foto: ddp

Berlin - Wer gerne ausgiebig duscht, sollte nicht unbedingt nach Berlin ziehen, sondern lieber nach Köln. Wer seine Gasheizung oft aufdreht, kann dies in Essen ruhigeren Gewissens tun als in Frankfurt oder Magdeburg. Das zumindest legt ein umfassender Betriebskostenvergleich des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) nahe, der jetzt veröffentlicht wurde.

Erdgas

Die Auswertung zeigt: Die Preise für Wasser, Strom, , Fernwärme und Müllentsorgung haben sich im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich entwickelt. Während sich beispielsweise in den meisten der untersuchten 19 deutschen Groß- und Landeshauptstädte Wasser teilweise drastisch verteuerte, wurde es in Ausnahmefällen sogar deutlich günstiger. Ähnlich war es bei den anderen Betriebskosten.

Beispiel Fernwärme: Im Schnitt mussten Verbraucher für diesen Posten zwischen Januar 2009 und Januar 2010 elf Prozent weniger zahlen als im Vorjahr. Allerdings verteuerte sich Fernwärme in Chemnitz um mehr als 17 Prozent. Auch in Köln muss man inzwischen deutlich mehr zahlen (plus 7,5 Prozent). Dafür dürfte bei Münchnern und Schwerinern diesbezüglich die Rechnung inzwischen um rund 32 Prozent niedriger ausfallen als noch im Vorjahr.

Aus Sicht aller Verbraucher in den getesteten Städten haben sich die Kosten für Erdgas positiv entwickelt. Demnach nahmen die Preise hier binnen Jahresfrist übergreifend ab - durchschnittlich um 22,7 Prozent. Am stärksten fielen die Tarifsenkungen in Leipzig, Essen und Rostock aus.

Dagegen wurde die Müllentsorgung deutschlandweit teurer - im Schnitt um 2,8 Prozent. Fast 44 Prozent mehr müssen etwa Potsdamer binnen Jahresfrist zahlen - ein Spitzenwert bei den Aufschlägen. Aber auch für Kölner verteuerte sich die Haustonne seit Januar 2009 um mehr als 14 Prozent.

Auch Strom kostet in fast allen Städten mehr als noch im Vorjahr. Spitzenreiter bei den Preiserhöhungen sind hier Leipzig (11,1 Prozent) und Dortmund (7,4 Prozent).

Und wie hat Ihre Stadt abgeschnitten? SPIEGEL ONLINE zeigt, wie viel mehr oder weniger Sie im Vergleich mit anderen Großstädtern für die Betriebskosten ausgeben.

BBU-Preisvergleich ausgewählter Städte

yes/sts
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