Verbraucherzentralen gegen Wucherpreise "Zehnerpackung Atemschutzmasken für 999,99 Euro"

Verbraucherschützer wollen gegen Wucherpreise wegen des Coronavirus vorgehen. Zur Not werde man gegen die Hersteller klagen, kündigte der Verbraucherzentrale Bundesverband an.
Eine Mitarbeiterin zieht sich in einem Fachgeschäft für Berufskleidung einen Mundschutz an. Die Sorge vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus lässt die Preise teils drastisch steigen.

Eine Mitarbeiterin zieht sich in einem Fachgeschäft für Berufskleidung einen Mundschutz an. Die Sorge vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus lässt die Preise teils drastisch steigen.

Foto: Georg Wendt/DPA

Wucherpreise wegen des neuartigen Coronavirus nimmt nun der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ins Visier. "Der schlimmste Fall war die Zehnerpackung Atemschutzmasken für 999,99 Euro", sagte vzbv-Chef Klaus Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das ist Wucher. Da versuchen schlimme Finger, das schnelle Geld zu machen."

In mehreren Fällen habe der Verbraucherzentrale Bundesverband bereits Abmahnungen verschickt. Müller kündigte nun ein hartes Vorgehen an. "Wenn die Anbieter keine strafbewehrte Unterlassungserklärung unterschreiben, werden wir Gerichtsverfahren einleiten", sagte er.

Der vzbv-Chef pocht zudem auf ein Recht auf Homeoffice. "Es ist ja auch im Interesse des Arbeitgebers, die Sorgen der Mitarbeiter ernst zu nehmen und ein Infektionsrisiko für die eigenen Betriebsabläufe möglichst auszuschließen." Müller sagte, angesichts der Ausbreitung des Virus wäre es "sehr sinnvoll, wenn es für Menschen deutlich leichter wäre, von zu Hause aus zu arbeiten".

caw/dpa
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