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AKTIEN Sichere Geschäfte

aus DER SPIEGEL 39/2001

Als die US-Börsen nach der erzwungenen Pause am Montag vergangener Woche erstmals wieder öffneten, griffen viele Anleger beherzt zu: Die Aktien von kleinen, bisher weitgehend unbekannten Anbietern von Sicherheitstechnik stiegen zeitweise um mehrere hundert Prozent, bevor erste Gewinnmitnahmen die Kurse wieder drückten. Am Ende blieben bei vielen aber immer noch beachtliche Kurssteigerungen von 80, 100 oder noch mehr Prozent. Besonders gefragt waren die Aktien von Invision. Die kalifornische Firma stellt Detektoren zur Sprengstoffsuche für Flughäfen her. 25 000 ihrer Aktien werden an einem normalen Börsentag an der Nasdaq gehandelt - am Montag vergangener Woche waren es fast zehn Millionen. Als Krisengewinnler gelten an der US-Börse auch Firmen wie Viisage, Visionics und Identix. Sie arbeiten an Systemen, die Menschen anhand biometrischer Merkmale - Fingerabdruck, Iris, Gesichtsform - erkennen. An der deutschen Börse profitierte kurzfristig Rheinmetall von der Terrorangst - nicht wegen der Panzer, die der Düsseldorfer Rüstungskonzern baut, sondern wegen seiner Tochter Heimann Systems. Die ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Röntgentechnologie für Passagier- und Gepäckkontrollen auf Flughäfen.

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