Sicherheitsmängel 7000 Bergwerke in China stoppen Produktion

Immer neue Unfälle mit Hunderten Toten belegen, dass die Lage in den chinesischen Bergwerken katastrophal ist. Nun haben die Behörden einen Produktionsstopp für fast ein Drittel der Kohlegruben des Landes angeordnet.


Kohlengrube in Huanghuai: Langesweit laut offiziellen Zahlen 2700 Tote in einem halben Jahr
REUTERS

Kohlengrube in Huanghuai: Langesweit laut offiziellen Zahlen 2700 Tote in einem halben Jahr

Peking - In den betroffenen 7000 Gruben solle die Sicherheit der Bergleute verbessert werden, berichtete die Zeitung "China Daily" heute. Da es sich bei den Bergwerken überwiegend um kleine Gruben handelt, wird nicht mit einem Versorgungsengpass gerechnet. Viele der großen staatlichen Bergwerke hätten die Produktion im vergangenen Jahr deutlich erhöht, sagte ein Branchenvertreter dem Blatt. Der rasant wachsende Energiebedarf des Landes wird noch zu 70 Prozent durch Kohle gedeckt.

In chinesischen Bergwerken wurden der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge allein in der ersten Hälfte dieses Jahres 2700 Arbeiter bei Unglücken getötet. Erst vor einigen Tagen wurden die Rettungsbemühungen für eingeschlossene Bergleute in einer gefluteten Grube im Süden des Landes eingestellt. Frühere Kampagnen zur Verbesserung der Sicherheit haben bislang wenig Erfolg gebracht.



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