Siemens Bei SBS fallen 3000 weitere Jobs weg

Siemens will bei seinem defizitären IT-Dienstleister SBS weltweit 3000 weitere Stellen streichen. Zerschlagen wolle man die Sparte jedoch entgegen anders lautender Gerüchte nicht, erklärte Konzernchef Klaus Kleinfeld.


München - 1,5 Milliarden Euro will Siemens bis 2007 in dem Krisenbereich Siemens Business Services (SBS) einsparen. Dafür reiche der bereits angekündigte Abbau von 2400 Stellen in Deutschland nicht aus: Weltweit würden weitere 3000 Jobs wegfallen, sagte Kleinfeld in einer Analysten-Konferenz.

Details zu dem Stellenabbau gab es jedoch keine. Weltweit beschäftigt SBS 39.000 Mitarbeiter, davon 15.000 in Deutschland. Im Ausland arbeiten die meisten Beschäftigten in europäischen Ländern sowie in Nordamerika. Im Geschäftsjahr 2004/05 hatte der IT-Dienstleister wegen operativer Probleme und Rückstellungen, unter anderem für den Arbeitsplatzabbau in Deutschland, einen Verlust von 690 Millionen Euro verbucht.

In den vergangenen Wochen war sogar wiederholt über eine Zerschlagung von SBS spekuliert worden. Kleinfeld hatte jedoch in einem Interview des Mitarbeitermagazins "SiemensWelt" erklärt, man wolle SBS "als Ganzes auf Vordermann bringen". Es würden aber Partner für die SBS-Sparte Product Related Services gesucht, die einfache Wartungsarbeiten für PCs leistet. Erst gestern hatte Kleinfeld auf der traditionellen Jahrespressekonferenz erklärt, seinen harten Sanierungskurs im Konzern beizubehalten und die Gewinnmargen im angelaufenen Geschäftsjahr kräftig zu erhöhen.



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